Elye Wahi: Eintracht Frankfurt vor finanziellen Herausforderungen

Elye Wahi: Eintracht Frankfurt vor finanziellen Herausforderungen

Elye Wahi könnte Eintracht Frankfurt um erhebliche Einnahmen bringen. Daher steht der Wunschtransfer der SGE auf der Kippe.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt hatte große Hoffnungen in Elye Wahi gesetzt. Nach einem enttäuschenden ersten Jahr in der Main-Metropole sollte der Stürmer in seiner Heimat mehr Spielpraxis sammeln und sich für einen Verkauf ins Schaufenster spielen. Mit elf Torbeteiligungen in 19 Spielen und einer herausragenden Leistung in der Relegation schien dies auch gelungen. Beste Voraussetzungen für einen Verkauf, um die Transferverluste möglichst gering zu halten.

Doch nun droht der SGE ein schwerwiegendes Transferproblem. Grund dafür ist das laufende Ermittlungsverfahren gegen den 23-Jährigen, dem vorgeworfen wird, sich am 17. Mai im Spiel gegen Metz absichtlich eine Gelbe Karte eingehandelt zu haben. Vor diesem Vorfall wurde auffällig viel Geld auf eine Verwarnung des Stürmers gesetzt. Aufgrund des Verdachts auf Spielmanipulation wurde Wahi zuletzt sogar kurzzeitig festgenommen.

Zusätzlich stand sein Einsatz im zweiten Gruppenspiel der WM gegen die deutsche Nationalmannschaft (20. Juni, 22 Uhr) auf der Kippe. Nachdem ihm zunächst die Einreise nach Toronto verweigert wurde, darf der Ivorer nun doch gegen die DFB-Elf spielen. Während die Elfenbeinküste vorerst aufatmen kann, hat Eintracht Frankfurt wenig Grund zur Freude, da die Ermittlungen gegen den Stürmer im Hintergrund weiterlaufen.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Wettmanipulation im Fußball ernsthafte Konsequenzen hat. So wurden die Italiener Sandro Tonali (Newcastle United) und Nicolo Fagioli (AC Florenz, damals Juventus Turin) 2023 wegen ähnlicher Vorwürfe jeweils für mehrere Monate gesperrt. Sollte sich der Verdacht gegen Wahi bestätigen, droht auch ihm eine Sperre, wenn auch voraussichtlich nicht so lange wie bei den italienischen Spielern.

In diesem Fall wäre ein Verkauf in diesem Sommer nahezu ausgeschlossen, und Eintracht Frankfurt würde wichtige Transfereinnahmen verlieren – die Eintracht erhofft sich rund 20 Millionen Euro. Mit dem Geld aus einem möglichen Wahi-Transfer sollte eigentlich der Leihspieler Arnaud Kalimuendo verpflichtet werden. Dieser Plan steht nun jedoch auf der Kippe.

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