Emotionale Unterstützung für Silas nach schwerer Verletzung
Nach der schweren Verletzung von Silas haben die Teamkollegen des 1. FSV Mainz 05 eine besondere emotionale Botschaft an den Neuzugang geschickt.
Mainz – Als Paul Nebel den 1. FSV Mainz 05 früh im Auswärtsspiel gegen den SV Werder Bremen (2:0) in Führung köpfte, hatte er nur ein Ziel: zur Bank. Nicht um mit dem Trainer oder den Ersatzspielern zu feiern, sondern um ein Trikot zu holen, das er anschließend ausbreitete und mit der Rückseite zu den mitgereisten Fans im Gästeblock präsentierte. Darauf war die Nummer 26 – Silas – zu sehen. Dies war eine besondere Botschaft an seinen Mannschaftskameraden, nur wenige Tage nach dessen schwerer Verletzung.
Im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Conference League auswärts gegen Sigma Olmütz (0:0) hatte der Winter-Neuzugang vom VfB Stuttgart einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten, der ihn für längere Zeit außer Gefecht setzen wird. Silas wurde mit einem Krankentransportflugzeug aus Tschechien nach Deutschland gebracht und wird an der Universitätsmedizin Mainz operiert. Nach der schlimmen Verletzung hatten auch andere, wie Daniel Thioune, Trainer von Werder Bremen, Genesungswünsche an den Profi gesendet. Es war nur logisch, dass auch die Mitspieler des 1. FSV Mainz 05 nach ihrem Tor sofort an den Offensivspieler dachten.
„Es ist sehr schade, wenn sich jemand aus der Mannschaft so schwer verletzt. Das hat uns nicht kaltgelassen. Deshalb wollten wir das Spiel für ihn gewinnen und ihm mit dieser Aktion ein kleines Geschenk machen“, erklärte Torschütze Paul Nebel seinen besonderen Jubel. „Der Teammanager sagte vor dem Spiel, dass wir das Trikot holen sollen, wenn wir ein Tor schießen. Zum Glück habe ich so früh getroffen, da war das noch in meinem Kopf.“ Auch der Mainz-05-Routinier Danny da Costa äußerte sich: „Diese Verletzung ist ein Horror, da spreche ich aus Erfahrung. Silas ist ein fröhlicher Mensch und bringt uns immer Freude. Deshalb tut uns das so leid. Die Mannschaft hat einen großartigen Zusammenhalt. Paul wollte zeigen, dass er trotz der Verletzung ein Teil von uns ist.“