Emotionales Wiedersehen im DFB-Pokal: Borussia Mönchengladbach trifft auf den Karlsruher SC

Emotionales Wiedersehen im DFB-Pokal: Borussia Mönchengladbach trifft auf den Karlsruher SC

Im DFB-Pokal-Duell gegen den Karlsruher SC geht Borussia Mönchengladbach als Favorit ins Rennen. Dennoch könnte der Zweitligist mit einer Überraschung aufwarten.

Mönchengladbach – Auf dem Weg zu einem dringend benötigten Erfolg in der Bundesliga muss Borussia Mönchengladbach einen Umweg nehmen. Die Fohlen sind in dieser Woche im DFB-Pokal gefordert und treffen nach einem Sieg im August über Atlas Delmenhorst auf den Karlsruher SC. Dabei kommt es zu einem emotionalen Wiedersehen.

Im Sommer haben beide Vereine einen Transfer vereinbart, der unter den Fans für rege Diskussionen sorgte. Gladbach verlieh das Sturm-Talent Shio Fukuda für eine Saison nach Karlsruhe, um ihm regelmäßige Spielpraxis auf Profi-Niveau zu ermöglichen. Die Anhänger von Borussia hatten gehofft, dass der Japaner in der Bundesliga eine Chance erhält, da er in Testspielen oft überzeugte.

Die Realität zeigt jedoch, dass Fukuda in seinen elf Kurzeinsätzen in der Bundesliga nur wenige Akzente setzen konnte, die weitere Einsätze gerechtfertigt hätten. Auch in der 2. Bundesliga hatte der Angreifer Schwierigkeiten, sich anzupassen. Bisher spielte er viermal, insgesamt 67 Minuten, und verbrachte zuletzt dreimal in Folge die vollen 90 Minuten auf der Bank.

Wird der 21-Jährige dennoch zum Pokalschreck? Fukuda kennt Gladbach bestens und hat viel Zeit mit den Profis verbracht. „Wir müssen ihn wie jeden anderen Spieler im Zaum halten und die Offensivqualitäten der Karlsruher eindämmen“, sagte Eugen Polanski schmunzelnd auf der Pressekonferenz am Montagvormittag.

Ob Fukuda tatsächlich zum Pokalschreck wird, bleibt abzuwarten. Im Profi-Bereich hat er bisher nur einmal getroffen: beim 1:5 von Gladbach gegen den VfL Wolfsburg am 14. Januar erzielte er nach seiner Einwechslung den Ehrentreffer. Dennoch wäre es passend, wenn er bei seinem Pokal-Debüt gegen Borussia auch sein erstes Tor erzielen könnte.

Wären die Auslosungen anders verlaufen, würden ihm alle Verantwortlichen in Gladbach die Daumen drücken. „Ich kenne Shio von den Spielen in der U23 und kann sagen, dass er ein unglaublich guter Junge ist“, äußerte Polanski lobend über seinen ehemaligen Schützling.

„Er hat eine außergewöhnliche Qualität im Abschluss gezeigt und ist ein harter Arbeiter. Es war die richtige Entscheidung, ihn zu verleihen, denn er ist einfach zu gut, um in der U23 zu spielen“, fügte Polanski hinzu. Gladbach hätte sich mehr Einsatzzeiten für Fukuda gewünscht, „aber es gibt dafür Gründe. Der Kontakt besteht, und es ist klar, woran es liegt.“

Die Fans im Borussia-Park werden Fukuda mit offenen Armen empfangen. Die Nutzung der Gästekabine, das Tragen eines anderen Trikots und das Spielen gegen seine bisherigen Weggefährten machen diesen Abend für den 21-Jährigen besonders. Ein Tor, da sind sich alle einig, soll ihm jedoch erst wieder in der 2. Bundesliga gelingen.

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