Shio Fukuda wechselt auf Leihbasis zum Karlsruher SC
Bei Borussia Mönchengladbach steht ein Spielerwechsel bevor, der in den sozialen Netzwerken auf gemischte Reaktionen stößt.
Am 22. August 2025 gaben Borussia Mönchengladbach und der Karlsruher SC den Transfer von Shio Fukuda bekannt. Der KSC bestätigte zudem die Kaufoption. „Shio ist ein junger Spieler mit viel Potenzial. Für seine Weiterentwicklung ist es wichtig, dass er auf hohem Niveau Spielpraxis sammelt“, erklärte Roland Virkus, der Sport-Geschäftsführer von Borussia Mönchengladbach.
Virkus bezeichnete das Leihgeschäft als „für alle Seiten gewinnbringend“. KSC-Sportchef Mario Eggimann betonte, dass Fukuda „die Intensität und Mentalität mitbringt, die uns voranbringt“. Der Spieler sei intensiv beobachtet worden.
„Die Leihe mit Kaufoption war uns wichtig und bietet uns die Möglichkeit, ihn langfristig an den KSC zu binden“, fügte Eggimann hinzu. „Sein Ziel ist die WM 2026 in den USA mit der japanischen Nationalmannschaft, was ihm zusätzliche Motivation gibt, sich zu beweisen.“
In einer ersten Meldung vom 21. August 2025 wurde berichtet, dass mehrere Spieler Borussia Mönchengladbach verlassen haben, darunter Stefan Lainer, Yvandro Borges Sanches, Alassane Pléa, Tomáš Čvančara, Ko Itakura und Noah Pesch. Bis zum Transferschluss wird mindestens ein weiterer Abgang erwartet, während Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Julian Weigl kursieren.
Fukuda wird mit dem Karlsruher SC in Verbindung gebracht. Der Zweitligist hatte auch Interesse an Pesch, der jedoch an den 1. FC Magdeburg verliehen wurde. Laut einem Bericht der Badischen Neuesten Nachrichten gibt es eine Leihe mit Kaufoption in Höhe von zwei Millionen Euro, während Sky Sport von einem Deal mit einer Kaufoption über 1,5 Millionen Euro berichtete.
Fukuda war nicht im Kader für das DFB-Pokalspiel gegen Atlas Delmenhorst (3:2). „Wenn ein Spieler nicht im Kader steht und nicht krank oder verletzt ist, überlegt man, was für ihn das Beste ist. Wir sind derzeit in Verhandlungen“, bestätigte Virkus gegenüber der Rheinischen Post.
Am Mittwoch fehlte Fukuda laut der Bild-Zeitung bereits im Mannschaftstraining, was darauf hindeutet, dass der Wechsel zum KSC kurz bevorsteht. Viele Nutzer auf ‚X‘ sind mit der Ausleihe und der Höhe der Kaufoption unzufrieden. Einige hoffen auf eine Rückkaufoption für den VfL, der Fukuda im Januar 2023 aus Japan verpflichtet hat.
Ein Teil der Anhängerschaft sieht in Fukuda einen großen Hoffnungsträger für die Sturmspitze. In der U19 erzielte der heute 21-Jährige sieben Tore in acht Spielen, und nach seinem Aufstieg in die U23-Mannschaft folgten elf Tore in 36 Partien. In der Saison 2023/24 war Fukuda insgesamt siebenmal erfolgreich, während er in der vergangenen Saison nur vier Treffer in der Regionalliga erzielte.
Seit Januar 2024 ist der Stürmer Teil des Profi-Kaders, seine Spielzeit war jedoch begrenzt. Nur elfmal stand Fukuda auf dem Platz, wobei er 87 Minuten spielte und ein Tor beim 1:5 gegen den VfL Wolfsburg am 14. Januar 2025 erzielte. Diese Zahlen verdeutlichen, warum eine Leihe sinnvoll ist.
Obwohl Fukuda in Testspielen, in denen er trotz seiner Körpergröße von 1,78 Metern kopfballstark ist, regelmäßig erfolgreich war, reicht seine Qualität für die Bundesliga anscheinend noch nicht aus. In der Saison 2023/24 fielen Čvančara und Jordan häufig aus, dennoch konnte Fukuda nur kurze Einsätze erhalten. Seit der Verpflichtung von Tim Kleindienst im Jahr 2024 ist die Chance auf Spielpraxis weiter gesunken.
Die Knieverletzung des deutschen Nationalspielers hat keinen Einfluss auf Fukudas Perspektive bei Borussia. Haris Tabaković wurde als erster Stellvertreter bestimmt, und auch Shuto Machino kann in der Spitze spielen. Gerardo Seoane kann Fukuda somit nicht die notwendige Spielpraxis bieten.
Ein Wechsel in die 2. Bundesliga stellt für Fukuda, dessen Vertrag bei Borussia bis 2027 läuft, eine Chance dar. Christian Eichner hat sich einen guten Ruf erarbeitet, und unter seiner Leitung hat sich der KSC in der oberen Tabellenhälfte etabliert. Der Klub stellte zudem mit dem Verkauf von Torhüter Max Weiß an den FC Burnley für vier Millionen Euro einen neuen Transferrekord auf.
Die Möglichkeit zur fußballerischen Weiterentwicklung ist bei einer Ausleihe größer als bei einem Verbleib in Gladbach. Hinter Kleindienst, Tabaković und Machino ist die Aussicht auf Einsätze gering, während U23-Spiele keine Dauerlösung darstellen. Die jüngste Entwicklung im Fall Fukuda ist daher nachvollziehbar.