Érik Lira: Der neue Star der WM 2023
Nach dem ersten Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft hat das Turnier bereits seinen ersten Star hervorgebracht. Dieser Spieler ist weder ein Torjäger noch ein Spielmacher, sondern erinnert an eine Legende aus Hannover.
Mexiko-Stadt – Es ist charakteristisch für Fußball-Weltmeisterschaften, dass Spieler, die zuvor nur den eingefleischten Fans bekannt waren, plötzlich im Rampenlicht stehen. Einige dieser Spieler entwickeln sich nach den Turnieren zu großen Stars. Der Mexikaner Érik Lira legte im WM-Eröffnungsspiel gegen Südafrika den Grundstein für eine solche Entwicklung. Mindestens drei europäische Klubs haben sein Spiel mit gemischten Gefühlen verfolgt.
Der 26-jährige defensive Mittelfeldspieler hat bislang ausschließlich in seinem Heimatland gespielt, doch das könnte sich bald ändern. Bereits vor der Weltmeisterschaft hatten Benfica Lissabon, Valencia CF und Feyenoord Rotterdam Interesse an ihm bekundet. Dies wurde nicht nur durch seinen Ballgewinn, der zur 1:0-Führung führte, sichtbar. Lira ist ein kampfstarker Spieler, der viel läuft, das Spiel gut liest und sich für nichts zu schade ist.
Dass Lira sich bereits im ersten WM-Spiel der Gruppe A ins internationale Rampenlicht gespielt hat, dürfte einerseits eine Bestätigung für die interessierten europäischen Vereine sein, andererseits könnte dies auch besorgniserregend für deren Finanzplanung sein. Sollte die Zukunft des Spielers noch nicht endgültig geklärt sein, könnte sein Preis bereits jetzt um einige Millionen gestiegen sein. Zudem ist der Mittelfeldspieler bis 2029 an den CD Cruz Azul gebunden.
Mit Cruz Azul hat Lira bereits drei Titel gewonnen, darunter die Trophäe der CONCACAF Champions League in der Saison 2024/25. Dabei kam der Defensivspieler sowohl als Sechser als auch als Innenverteidiger zum Einsatz, was angesichts seiner Körpergröße von nur 1,72 Metern eine interessante Kombination darstellt.
Seine Körpergröße weckt besonders bei deutschen Fußballfans Erinnerungen an die Hannover-Legende Altin Lala. Lala brachte ein ähnliches Skillset mit wie Lira, war jedoch in seiner Anfangszeit in Deutschland torhungriger. Die mangelnde Torgefahr ist eine der Schwächen des Mexikaners, der jedoch mindestens noch zwei Spiele hat, um auch in diesem Bereich auf der großen Bühne nachzulegen.