Eugen Polanski bleibt Trainer von Borussia Mönchengladbach
Eugen Polanski bleibt vorerst Trainer von Borussia Mönchengladbach. Der ehemalige Profi hat viele Argumente auf seiner Seite, doch ein Risiko bleibt bestehen.
Bis November, so berichten mehrere Quellen, ist Eugen Polanski für die Profi-Mannschaft von Borussia Mönchengladbach verantwortlich. Ein neuer Sportchef wird voraussichtlich nicht mehr lange auf sich warten lassen; sogar vor dem Bundesligaspiel gegen Union Berlin, das am Freitag um 20:30 Uhr stattfindet, wird mit einer Entscheidung gerechnet. Alles deutet auf Rouven Schröder hin.
Falls Schröder, so wird gemeldet, entgegen einer Ablösesumme von RB Salzburg zu Gladbach wechselt, wird der 49-Jährige direkt mit mehreren Herausforderungen konfrontiert. Eine der wichtigsten Aufgaben wird die Trainerfrage sein, da Kontinuität auf der Bank dringend erforderlich ist. Seit Marco Rose 2021 zu Borussia Dortmund gewechselt ist, gab es bereits vier Trainerwechsel.
Polanski kommt in Gladbach mit seiner positiven und energetischen Art gut an; aus der Mannschaft sind ausschließlich lobende Worte über den Ex-Profi zu hören. In zwei von drei Spielen hat Polanski zudem bewiesen, dass er die Mannschaft erreichen und sie auf ein Bundesligaspiel einstellen kann. Die Fans haben im Borussia-Park mit Sprechchören deutlich gemacht, dass sie hinter dem Trainer stehen.
In einem Interview mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, sprach Jan David Busch, bekannt als „Buschi's Borussia“, ebenfalls für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Polanski. „Jeder, der Polanski sieht, hält ihn für den richtigen Trainer. Er hat eine großartige Ausstrahlung, ist Gladbacher durch und durch – das ist nicht immer entscheidend, aber er kann ein Stadion mitreißen. Polanski hat die gesamte Fangemeinde hinter sich“, erklärte Busch.
Dennoch sollte man nicht ignorieren, dass die Ergebnisse entscheidend für die Entscheidungen der zukünftigen sportlichen Leitung sein werden. „Am Ende zählen die Punkte“, sagte Busch. „Er hat noch keinen Sieg eingefahren und trägt die Verantwortung für zwei von drei Punkten, aber nur mit Unentschieden wird es nicht ausreichen.“
Nach dem Freitagsspiel gegen Union stehen für Gladbach die Begegnungen gegen den FC Bayern, FC St. Pauli und den 1. FC Köln an. Gelingt in diesen vier Partien kein Sieg, wird die Alarmglocke am Niederrhein lauter. „Es wird dann ein neuer Sport-Geschäftsführer da sein, der die Verantwortung für die Situation übernehmen muss. Wenn er zu der Einschätzung kommt, dass ein anderes Profil erforderlich ist, könnte es für Polanski schnell eng werden“, so Busch.
Das Positive ist, dass der Coach weiterhin die Kontrolle über sein Schicksal hat und mit entsprechenden Leistungen für eine langfristige Anstellung werben kann. Die Identifikation mit dem Klub, seine Zusammenarbeit mit der Mannschaft und das Vertrauen der Fans sprechen für Polanski. Jetzt fehlt nur noch der letzte Schritt, um sich endgültig für den Cheftrainerposten zu positionieren.