Rouven Schröder wird Sportchef bei Borussia Mönchengladbach
Rouven Schröder wird am Donnerstag offiziell bei Borussia Mönchengladbach vorgestellt. Zuvor äußerte sich Trainer Eugen Polanski über den neuen Sportchef.
Mönchengladbach – Borussia Mönchengladbach gab am Dienstag bekannt, dass Rouven Schröder mit sofortiger Wirkung von RB Salzburg an den Niederrhein wechselt und Roland Virkus als Sportchef ablöst. Die offizielle Vorstellung des 49-Jährigen findet am Donnerstag statt, jedoch war er bereits am Mittwoch ein zentrales Thema bei der Pressekonferenz vor dem Spieltag mit Eugen Polanski.
Bereits vor der Bekanntgabe des Wechsels berichtete die Bild-Zeitung, dass Schröder Polanski zugesichert hat, ihm bis Weihnachten eine faire Chance zu geben. Ein Vorteil für den Übergangstrainer der Fohlen-Elf könnte sein, dass er und Schröder sich bereits kennen: „Wir hatten schon Berührungspunkte. Es ging um die Übergangslösung bei Borussia Mönchengladbach, die er in Mainz einführen wollte“, erinnerte sich Polanski.
Er führte einen „vernünftigen, guten Austausch“ mit Schröder, der sich auch über Fußball erstreckte. „Nachdem das feststand, habe ich Rouven kurz geschrieben“, ergänzte Polanski. Obwohl sie noch nicht direkt miteinander gesprochen haben, hat Polanski keine Bedenken, dass sich dazu noch Gelegenheiten ergeben werden.
„Ich gehe davon aus, dass wir genügend Zeit haben, um uns auszutauschen und Meinungen zu teilen. Er ist ein sehr erfahrener Mensch, der weiß, welche ersten Schritte er unternehmen muss“, urteilte der Trainer über Schröder, dessen Wechsel von Salzburg vorwiegend negative Reaktionen ausgelöst hat, da er die Position dort erst im Dezember 2024 angetreten hatte.
„Ich finde es großartig, dass der Verein jemanden für diese wichtige Position gefunden hat. Noch besser finde ich, dass es sich um jemanden handelt, der nicht dringend einen Job gesucht hat, sondern der sich auch mit seiner vorherigen Position hätte zufrieden geben können“, äußerte Polanski. Aus Sicht von Gladbach ist die Einigung ein starkes Signal, da die Borussia derzeit auf Platz 17 steht und vor vielen Herausforderungen steht.
„Er entscheidet sich bewusst für Borussia Mönchengladbach, das spricht für Rouven. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und hoffe, dass ich ihn auch von meiner Meinung überzeugen kann“, so Polanski, der damit seinen Wunsch andeutete, langfristig für die Profis verantwortlich zu sein. An seiner Vorgehensweise wird sich mit Schröder jedoch wenig ändern.
„Wir können sagen, dass ich mich weiterhin genauso auf den Job konzentriere wie bisher. Ich vertraue auf die Expertise von Rouven und des Vereins, so wie zuvor“, erklärte Polanski. Zunächst steht jedoch das Spiel gegen Union Berlin am Freitag um 20:30 Uhr an, wo im Stadion an der Alten Försterei der erste Bundesligasieg seit dem 29. März angestrebt wird. Besser könnte Schröder kaum in seine neue Rolle starten.