Fabio Silva gewinnt an Bedeutung bei Borussia Dortmund
Fabio Silva rückt bei Borussia Dortmund zunehmend ins Rampenlicht. Trainer Niko Kovač hat vor dem bevorstehenden Spiel gegen den 1. FC Köln überraschende Einblicke in den Transferprozess des Stürmers gegeben.
In einer Pressekonferenz enthüllte Kovač, dass er und Sportdirektor Sebastian Kehl im Sommerurlaub erstmals mit Silva in Kontakt traten. „Wir haben in einem Chat mit ihm gesprochen“, berichtete der 53-Jährige, was den Beginn intensiver Transferbemühungen um den portugiesischen Angreifer markierte.
Nach dem digitalen Erstkontakt folgten persönliche Gespräche. „Wir haben die Gelegenheit genutzt, um ihm unsere Ideen und Eindrücke zu schildern sowie unsere Pläne mit ihm zu erläutern“, erklärte Kovač. Die Chemie zwischen dem BVB und dem 23-jährigen Stürmer stimmte von Anfang an. „Es hat sofort gepasst, da wir gemerkt haben, dass er sehr motiviert ist und den nächsten Schritt in seiner Karriere sieht. Die Bundesliga ist eine große Liga und der BVB ein sehr, sehr großer Klub.“
Der Weg zur Vertragsunterzeichnung gestaltete sich jedoch als kompliziert. „Wir mussten lange kämpfen, es war nicht einfach“, gestand der BVB-Coach. Entscheidend war das Durchhaltevermögen aller Beteiligten. „Durch die Tatsache, dass er sehr ausgeharrt hat und wir auch, sowie unsere nachhaltige Herangehensweise, konnten wir ihn hierher holen.“ Nach seiner Verpflichtung im Sommer wurde bei Silva eine Adduktorenverletzung festgestellt, die erst nach dem Medizincheck bekannt wurde, was seinen Start beim BVB schwieriger als erwartet machte.
Der Portugiese musste Geduld aufbringen und sich langsam anpassen. In den vergangenen Wochen zeigte der Stürmer jedoch zunehmend sein Potenzial. Bei der 2:1-Niederlage gegen die Bayern kam Silva als Joker zum Einsatz und brachte frischen Wind ins Dortmunder Spiel. Sein vorläufiger Höhepunkt war der 4:2-Sieg gegen den FC Kopenhagen in der Champions League, wo er kurz vor Schluss sein erstes Tor für den BVB erzielte.
Diese Entwicklung bestätigt die Einschätzung von Kovač und Sebastian Kehl. Der BVB-Trainer erläuterte auch Silvas bisherigen Karriereweg: „Er ist als junger Spieler nach England gewechselt, was nicht einfach ist, um sich in der Premier League zurechtzufinden.“ Silva war einst als großes Talent vom FC Porto zu Wolverhampton gewechselt, konnte sich dort jedoch nicht durchsetzen.
„Das sieht man nicht nur bei ihm, sondern bei vielen jungen Spielern. Sie kommen, werden einmal oder zweimal verliehen, weil die Klubs sehr viele Spieler haben“, analysierte Kovač das System in England. Beim BVB erhält Silva nun die Chance, sich nachhaltig zu beweisen. Gegen den 1. FC Köln könnte der nächste Schritt folgen: Ein Einsatz in der Startelf ist durchaus möglich. „Ich denke, ihr seht alle, dass das ein qualitativ sehr guter Spieler ist, und menschlich ist er ebenfalls top. Deshalb sind wir froh, dass er hier ist“, schwärmte Kovač von seinem Schützling.