Familienbesuche der DFB-Stars während der WM 2026

Familienbesuche der DFB-Stars während der WM 2026

Bei der WM 2026 haben die DFB-Stars die Möglichkeit, Zeit mit ihren Familien zu verbringen. Diese Regelung ist in der Geschichte der Nationalmannschaft während großer Turniere nicht immer gegeben gewesen.

In New Jersey erläuterte Bundestrainer Julian Nagelsmann: „Familienbesuche im WM-Quartier der deutschen Nationalmannschaft sind ausdrücklich erwünscht. Es fällt kein Training aus, und wir würden nicht mehr trainieren, wenn die Familien nicht da wären.“ Er fügte hinzu: „Wenn die Familien die Spieler, die auch noch Champions-League spielen und alle paar Tage im Einsatz sind, ablenken würden, dürften sie gar nicht zu Hause wohnen.“ Daher, so Nagelsmann: „Eure Partnerinnen und Kinder sind herzlich eingeladen!“

Diese Aussage klingt plausibel, dennoch bleibt der Kontakt zu Angehörigen außerhalb des Mannschaftskreises ein heikles Thema. In der Vergangenheit war es nicht üblich, dass Spieler während großer Turniere ihre Familien sehen durften. So durfte Italia Walter ihren Fritz 1954 in Spiez nicht besuchen und musste warten, bis er mit dem Sonderzug nach Hause kam.

Im Jahr 1974 entkamen Spieler aus dem Stammquartier in der Sportschule Malente, um ihre Frauen zu treffen. Eine berühmte Anekdote erzählt von den Schwielen an den Händen von Sepp Maier, der im Fluchtfahrzeug die Handbremse betätigen musste, da die Bremsen versagten. Nach dem WM-Sieg in München traten Paul Breitner und Gerd Müller aus der Nationalmannschaft zurück, weil den Frauen der Zugang zum Bankett verweigert wurde.

20 Jahre später forderte Bianca Illgner regelmäßige Besuchszeiten bei ihrem Ehemann Bodo, was für Aufsehen sorgte. Jürgen Klinsmann machte schließlich das Familienprogramm während der WM salonfähig. Vor der WM 2006 führte er das Regenerationstrainingslager mit Familienanschluss ein und reiste dafür eine Woche nach Sardinien. Der Bann war gebrochen, und die Illgners wären mit Julian Nagelsmann als Bundestrainer sehr zufrieden, da die Zimmerbelegung immer am zweiten Tag nach einem Spiel ansteigt.

Was während der Besuche geschieht, bleibt jedoch im Verborgenen. Kommt es zwischen Spieler und Partnerin zu intimen Handlungen? Und falls ja, beeinträchtigen sie die Leistung auf dem Platz? Diese Frage beschäftigt die Wissenschaft seit Jahren. Der brasilianische Spieler Ronaldo, der mit seinen beiden Toren das WM-Finale 2002 gegen Deutschland entschieden hat, wurde damals in Yokohama gefragt, ob er während des Turniers enthaltsam gelebt habe. Er verneinte, relativierte jedoch: „Es war Passivsex.“ Kaum war dieser Satz gefallen, rückte Brasiliens Titel in den Hintergrund.

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