FC Bayern auf Rekordkurs in der Bundesliga
Der FC Bayern München bleibt das Maß aller Dinge in der Bundesliga. Mit einem beeindruckenden 4:0-Sieg gegen Union Berlin hat die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany einen weiteren Schritt in Richtung eines fabelhaften Rekords gemacht.
In München stellt sich die Frage: Kann sich der FC Bayern in dieser Saison nur selbst schlagen? Unmittelbar vor der Länderspielpause feierte die Mannschaft einen klaren Sieg gegen Union Berlin und hätte sogar noch mehr Tore erzielen können. Nach 27 Spieltagen hat der deutsche Rekordmeister bereits unglaubliche 97 Tore erzielt, was einem Schnitt von 3,59 Toren pro Spiel entspricht.
Seit einigen Wochen wird darüber spekuliert, wann die Bayern einen neuen Torrekord in der 1. Bundesliga aufstellen werden. Die aktuelle Bestmarke von 101 Treffern, die der FC Bayern selbst aufgestellt hat, stammt aus der Saison 1971/72. Um diesen Rekord zu brechen, müssten die Münchner in den verbleibenden sieben Begegnungen mindestens fünf Tore erzielen.
Die Frage ist also nicht, ob die Roten bald Geschichte schreiben, sondern vielmehr, wann es so weit sein wird. Sportdirektor Christoph Freund zeigte sich nach dem Sieg gegen Union Berlin optimistisch: „Es wird nicht mehr lange dauern, bis der Rekord, der seit über 50 Jahren besteht, fällig ist.“ Hätte es am kommenden Wochenende keine Länderspielpause gegeben, hätte möglicherweise schon gefeiert werden können.
„97 Tore haben wir geschossen, das ist schon beeindruckend. Heute wären auch noch ein oder zwei Tore mehr möglich gewesen“, freute sich der Funktionär. Er erläuterte auch den Grund für die hohe Torausbeute in dieser Saison: „Die Torausbeute ist unglaublich. Das ist nur möglich, weil die Jungs bis zum Schluss Gas geben und immer hungrig sind, Tore zu erzielen. Wir haben viele Spieler, die sehr torgefährlich sind.“
Obwohl Freund und die Mannschaft den neuen Rekord unbedingt erreichen möchten, hat ein anderes Ziel für den Sportdirektor einen höheren Stellenwert: „Der Rekord wird fallen, aber wann ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass wir Meister werden.“ Dortmund konnte sich nach einem 0:2-Rückstand gegen den HSV noch zu einem 3:2-Sieg kämpfen, sodass der Vorsprung der Bayern weiterhin neun Punkte beträgt.
Zum Vergleich: Der Tabellenzweite Dortmund steht bei 58 Toren und hat damit die zweitbeste Offensive. Es bleibt abzuwarten, ob es Bayern gelingt, am Ende der Saison doppelt so viele Tore wie Schwarz-Gelb zu erzielen. Dies könnte nach der sicheren Meisterschaft und dem eigenen Rekord ein letztes kleines Ziel in dieser nahezu perfekten nationalen Saison sein.