FC Bayern: Diskussion um Nico Schlotterbeck und Abwehrstrategien
Die Personalie Nico Schlotterbeck sorgt weiterhin für Diskussionen im Fußball. Ein Experte sieht in ihm den idealen Ersatz für Minjae Kim, dessen Transfer zurzeit als wahrscheinlich gilt.
München – In der SPORT1-Sendung Doppelpass äußerte sich TV-Experte Felix Kroos deutlich und betonte, dass der FC Bayern seine Abwehrstruktur überdenken müsse. „Vor der Saison sprechen wir beim FC Bayern immer über die Breite in der Offensive. Diese Breite ist jedoch im gesamten Kader notwendig – auch in der Defensive“, erklärte Kroos.
Der ehemalige Profi bezog sich dabei auf die aktuelle Kaderzusammensetzung des deutschen Rekordmeisters, der zwar über starke Einzelspieler verfügt, jedoch in der Innenverteidigung auf eine dünne Personaldecke angewiesen ist. Kroos ist der Meinung, dass der FCB dringend mehr Qualität in der Abwehr benötigt. Besonders deutlich wurde dies, als er die derzeitige Besetzung der Münchner Innenverteidigung analysierte.
„Braucht Bayern nicht drei Top-Innenverteidiger?“, fragte er rhetorisch und fügte hinzu: „Ich meine Top-Innenverteidiger.“ Damit zielte er indirekt auf Minjae Kim ab, der zurzeit als dritter Innenverteidiger hinter Jonathan Tah und Dayot Upamecano gilt. Kroos ist der Ansicht, dass das vorhandene Niveau nicht ausreicht, um dauerhaft auf höchstem Level zu bestehen – insbesondere angesichts der Mehrfachbelastung in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League.
Die sportliche Zukunft des Südkoreaners bleibt in München weiterhin ungewiss. Der 28-Jährige wird immer wieder mit einem vorzeitigen Abschied in Verbindung gebracht. Ein Verkauf von Kim könnte die notwendigen finanziellen Mittel für einen Transfer von Schlotterbeck beim FC Bayern sichern, selbst wenn Upamecano seinen Vertrag verlängern sollte.
Die Tatsache, dass Nico Schlotterbeck immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird, überrascht den ehemaligen Union- und Bremen-Profi nicht. Kroos sieht den Nationalspieler in einer starken Entwicklung: „Man sieht bei ihm eine klare Weiterentwicklung. In seinen ersten vier Länderspielen hat er, meiner Meinung nach, drei Elfmeter verursacht – jetzt spielt er viel reifer und stabiler.“
Neben seiner defensiven Stabilität hebt Kroos vor allem Schlotterbecks offensive Qualitäten hervor: „Er hat eine herausragende Spieleröffnung und lange Diagonalbälle, die sofort Druck nach vorne erzeugen. Solche Verteidiger sind heutzutage Gold wert.“ Diese Variabilität könnte auch dem deutschen Rekordmeister gefallen.
Ob der FC Bayern tatsächlich konkretes Interesse an Schlotterbeck zeigt, bleibt abzuwarten. Sky berichtete zuletzt, dass die Münchner die Situation des 25-Jährigen genau beobachten – insbesondere im Hinblick auf den auslaufenden Vertrag von Dayot Upamecano, dessen Zukunft in München weiterhin unklar ist.