FC Bayern erleidet Rückschlag bei der Suche nach Offensivspieler
Der FC Bayern München hat einen weiteren Rückschlag im Bestreben erlitten, einen neuen Offensivspieler zu verpflichten, da der abgebende Verein eine Leihe ablehnt.
Laut Informationen des französischen Portals Le Progrès hat der deutsche Rekordmeister Olympique Lyon kontaktiert, um Malick Fofana auf Leihbasis zu verpflichten. Die Antwort aus Frankreich war jedoch eindeutig: Eine Ausleihe kommt nicht in Frage. Lyon ist nur bereit, den Spieler für mindestens 40 Millionen Euro fest zu verkaufen.
Diese Haltung stellt ein Problem für die Bayern dar. Nach der klaren Aussage von Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der betonte, dass der Kader dringend mit einem Leihspieler aufgefüllt werden sollte, dürfen die Münchner aktuell nur Leihgeschäfte tätigen. Ein Transfer des 20-jährigen belgischen Nationalspielers ist damit vorerst ausgeschlossen.
Fofana gilt als einer der vielversprechendsten Flügelspieler der Ligue 1. Mit seiner Schnelligkeit, explosiven Dribblings und der Flexibilität, auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden zu können, bringt er genau das Profil mit, das die Bayern nach dem Abgang von Kingsley Coman dringend suchen. Laut L’Équipe möchte Fofana unbedingt zu einem Champions-League-Klub wechseln und spielt bislang auf Zeit.
Bisher zeigte nur Everton konkretes Interesse und unterbreitete ein Angebot über 36 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen. Lyon steht jedoch unter finanziellem Druck, da die französische Fußball-Finanzaufsichtsbehörde dem Klub auferlegt hat, bis zum Ende der Transferperiode 40 Millionen Euro einzunehmen. Genau diesen Betrag setzt OL nun für Fofana an, der bereits über die Verkaufsabsicht informiert wurde.
Für die Bayern wird die Situation zunehmend komplizierter. Wunschlösungen wie Nick Woltemade oder Christopher Nkunku scheiterten zuletzt, da auch deren Klubs nur feste Deals akzeptieren wollten. Ähnliche Bedingungen zeichnen sich auch bei Nicolas Jackson (Chelsea) und Xavi Simons ab. Die Liste der realistischen Leih-Optionen wird somit immer kürzer.
Die Zeit drängt: Bis zum Deadline Day am 1. September muss Sportvorstand Max Eberl eine Lösung präsentieren, um den ausgedünnten Kader in der Offensive aufzufüllen. Ob die Bayern noch einen passenden Leihkandidaten finden, bleibt ungewiss – die Absage aus Lyon verdeutlicht jedoch, wie schwierig die Suche unter den von Hoeneß vorgegebenen Bedingungen ist. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)