Serge Gnabrys starke Leistungen beeinflussen Transferstrategie des FC Bayern
Die beeindruckenden Leistungen von Serge Gnabry in den letzten Spielen haben offenbar Auswirkungen auf die Transferstrategie des FC Bayern München.
Wie die Münchner tz berichtet, sehen die Verantwortlichen des Vereins durch die aktuelle Form des 30-Jährigen weniger dringenden Handlungsbedarf auf dem Transfermarkt, zumindest auf der Position hinter Harry Kane. Gnabry überzeugte beim 6:0-Sieg gegen RB Leipzig in einer zentralen Rolle und füllte somit die Lücke, die durch die Verletzung von Jamal Musiala entstanden war. Seine zwei Torvorlagen und die bemerkenswerten Offensivaktionen zeigten, dass er die Rolle auf der Zehn nicht nur ausfüllen, sondern ihr auch eine eigene Note verleihen kann.
Statt sich am Ende der Transferperiode in einem Last-Minute-Deal nach einem direkten Ersatz für Musiala umzusehen, betrachten die Münchner laut dem Bericht die Kombination aus Gnabry, Michael Olise und Luis Diaz als „ausreichend“. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Suche nach Verstärkungen vollständig eingestellt wurde. Vielmehr liegt der Fokus nun auf flexiblen Offensivkräften, die die Angriffsreihe ergänzen können.
Namen wie Fábio Vieira (Arsenal) und Marco Asensio (Paris Saint-Germain) gelten weiterhin als Optionen, da sie sowohl auf den Flügeln als auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden können. Auch Jadon Sancho wird genannt, doch laut BILD-Fußballchef Christian Falk gibt es keine substantiellen Gerüchte über einen Wechsel des Engländers von Manchester United.
Gnabry selbst hatte noch vor wenigen Wochen eine ungewisse Zukunft in München. Nach einer enttäuschenden Vorsaison galt er als Verkaufskandidat. Doch durch die Abgänge von Leroy Sané, Kingsley Coman und Thomas Müller sowie Musialas Verletzung ist der Kader in der Offensive deutlich schmaler besetzt. In dieser Situation hat Gnabry seine Chance genutzt und sofort geliefert.
Vincent Kompany lobte den Angreifer nach dem Spiel gegen Leipzig ausdrücklich: „Serge ist ein sehr unterschätzter Spieler. Er war in der Vergangenheit immer wieder wichtig in großen Spielen für den FC Bayern und ist es auch weiterhin. Ich bin nicht überrascht und finde nicht, dass er aktuell viel besser ist als gewohnt – das ist sein Niveau.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)