FC Bayern erreicht DFB-Pokal-Viertelfinale nach intensivem Spiel
In Berlin hat der FC Bayern München das Ticket für das DFB-Pokal-Viertelfinale erkämpft. Einer der Münchner Profis äußerte sich jedoch äußerst unzufrieden über die Spielbedingungen vor Ort.
Das DFB-Pokal-Achtelfinale zwischen Union Berlin und dem deutschen Rekordmeister war, besonders aus der Perspektive eines neutralen Zuschauers, ein intensiver und emotionaler Schlagabtausch. Zwei Elfmeter wurden gegen den FC Bayern verhängt, während die Eisernen zwei Eigentore beisteuerten. Ein weiterer entscheidender Faktor, der das Spiel zu einem echten Pokalfight machte, war der Zustand des Rasens im Stadion an der alten Försterei.
Joshua Kimmich, der Kapitän der Bayern, äußerte, dass der Platz im Berliner Stadion ein technisch hochwertiges Spiel verhinderte und den Hausherren sogar zugutekam. „Union hat klar gespielt: viele hohe und lange Bälle. Sie haben versucht, Mann gegen Mann zu pressen, was man ihnen zugutehalten muss. Der Platz kommt ihnen natürlich entgegen“, erklärte Kimmich nach dem Spiel im ZDF.
In der Mixed Zone fügte der DFB-Kapitän hinzu: „Ehrlicherweise muss man sagen, dass es immer einfach ist, auf hohem Niveau zu meckern, aber auf so einem Niveau auf so einem Rasen zu spielen, ist verrückt.“ Er grinste dabei hämisch und ergänzte: „Wenn hier alle zwei Wochen ein Spiel 90 Minuten stattfindet und der Platz so aussieht – natürlich kommen wir jetzt in den Winter – aber das ist dann nicht einfach.“
Die Eisernen forderten dem deutschen Rekordmeister alles ab. Dank zweier Elfmeter-Tore von Innenverteidiger Leopold Querfeld verloren die Berliner nur knapp mit 2:3 und hatten kurz vor Schluss sogar die Chance, für eine Verlängerung auszugleichen. „Ich glaube, wir haben ein gutes Spiel von beiden Mannschaften gesehen. Man muss gegen so eine Mannschaft immer wieder zurückkommen. Die Jungs haben das gut gemacht und sind mutig geblieben“, sagte Union-Trainer Steffen Baumgart.
Sein Kollege Vincent Kompany reagierte nach dem Abpfiff überraschend emotional. Dies war insbesondere auf den ersten Elfmeter gegen die Bayern zurückzuführen, den Stürmerstar Harry Kane durch einen Ellbogenschlag gegen Diogo Leite verursacht hatte. „Für mich war das kein Elfmeter von Harry Kane, das muss ich ganz klar sagen. Der Gegner hält den Arm genauso, nur 30 Zentimeter tiefer. Fußball ist ein robustes Spiel“, erklärte Kompany und geriet sogar kurz mit TV-Experte Per Mertesacker in einen Disput.
Die Bayern feierten ihren ersten Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale seit 2022. „In den letzten fünf, sechs Jahren war jedes Mal vor dem Winter im DFB-Pokal Schluss. Daher war es heute sehr wichtig, dass wir es geschafft haben. Unser Ziel ist es, wieder nach Berlin zu kommen, und dieser Sieg war entscheidend“, erklärte Kimmich nach dem Spiel. Im Viertelfinale könnten die Bayern auf St. Pauli, Berlin, Leverkusen, Leipzig, Stuttgart, Freiburg oder Kiel treffen.