FC Bayern strebt Pokalrückkehr an

FC Bayern strebt Pokalrückkehr an

Der FC Bayern München befindet sich derzeit in einer seltenen Durststrecke im DFB-Pokal, die in der Saison 2025/26 enden soll. Trainer Vincent Kompany hat klare Vorstellungen, wie dies gelingen kann.

Aufgrund der Teilnahme am Franz Beckenbauer Supercup, den der FC Bayern mit 2:1 gegen den Pokalsieger VfB Stuttgart gewonnen hat, startet das Pokal-Abenteuer des Vereins in dieser Spielzeit mit einer Verzögerung von anderthalb Wochen. Vor der Erstrunden-Partie gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden standen Kompany und Sportdirektor Christoph Freund auf einer Pressekonferenz den Fragen der Medienvertreter Rede und Antwort.

Die Vorfreude und der Hunger auf den Pokal sind laut Kompany „auf jeden Fall schon groß“. Er betont, dass er diese Begeisterung bereits in der vergangenen Saison gespürt habe: „Die Fans sind heiß. Es ist nicht nur ein normales Spiel. Der Hunger ist noch größer, da die Zeit seit dem letzten Titelgewinn länger geworden ist. Das wichtigste ist, dass das Finale morgen gespielt wird.“ Sportdirektor Freund ergänzt: „Der Hunger ist sehr, sehr groß, das spürt man im ganzen Verein.“

Der deutsche Rekordmeister und Rekordpokalsieger befindet sich aktuell in der drittlängsten Durststrecke im Pokal seit dem Bundesliga-Aufstieg im Jahr 1965. Nur zwischen 1971 und 1982 sowie von 1986 bis 1998 musste der Verein länger auf einen Pokalsieg warten. Die aktuellen Bayern haben sich zum Ziel gesetzt, die sechsjährige Pokalsieg-Pause im Mai 2026 in Berlin zu beenden.

Um gegen den aktuellen Tabellen-Sechsten der 3. Liga nicht zu scheitern, hat sich Kompany umfassend auf die Partie vorbereitet: „Ich weiß, dass es in der Nähe von Frankfurt ist, ich musste es erst geografisch suchen. Sie sind sehr gut im Kontern und agieren auf einem hohen Niveau, oft mit nur einem oder zwei Kontakten.“

Der Trainer warnt seine Mannschaft: „Sie haben Spieler, die ein gutes Gespür für die Räume haben, weshalb sie gefährlich sind. Aber natürlich sind wir der Favorit. Es geht darum, wie eine Mannschaft auftritt, und das machen sie gut. Die Vorfreude ist da, es geht nicht nur um die Spiele in der Allianz Arena. Es ist auch spannend, in solchen Stadien zu spielen.“

Um zu vermeiden, dass es seiner Mannschaft wie den hochfavorisierten Bayern in der ersten Runde beim FV Weinheim (0:1; 1990) und beim TSV Vestenbergsgreuth (0:1; 1994) ergeht, motiviert Kompany sein Team mit einer positiven Grundeinstellung: „Man muss Selbstvertrauen haben. Wir wissen, dass wir von der Qualität die beste Mannschaft in Deutschland sind. Das reicht jedoch nicht. Im Pokal geht es auch darum, mehr zu wollen als die anderen. Die Motivation muss immer da sein, auch gegen unterklassige Mannschaften, nur so kannst du Fehler vermeiden.“

Wenn Kimmich, Kane und Co. die Worte ihres Trainers beherzigen, sollte der erste Schritt auf dem Weg zum Pokalfinale im Berliner Olympiastadion am 23. Mai 2026 ohne größere Probleme gelingen. Mit dem ersehnten 21. Pokal-Triumph könnte der FC Bayern übrigens ebenso viele Erfolge feiern wie die vier folgenden Vereine zusammen: Werder Bremen (6), Schalke 04, Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt (je 5).

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