FC Bayern Fans Bestrafen für Pyro-Show in der Allianz Arena

FC Bayern Fans Bestrafen für Pyro-Show in der Allianz Arena

Die Fans des FC Bayern München haben sich negativ hervorgetan. Ihre Pyro-Show hat nun Konsequenzen, die von Jan-Christian Dreesen konkret benannt wurden.

München – In der Allianz Arena brannte es während des Spiels gegen Sporting Lissabon, und zwar absichtlich. Während der FC Bayern auf dem Platz um Champions-League-Punkte kämpfte, hatten die Fans andere Absichten. Sportlich verlief der Abend nach Plan: Der deutsche Rekordmeister setzte sich mit einem souveränen 3:1 (nach Rückstand) durch.

Lennart Karl, der zum zwischenzeitlichen 2:1 traf, schrieb Geschichte. Er ist der erste Spieler seines Alters, der in drei aufeinanderfolgenden Champions-League-Spielen trifft. Der 17-Jährige wurde nach der Partie zum Spieler des Spiels gekürt. Bei seiner Auswechslung erhob sich die Arena, und Karl sprach wenig später von einem echten Gänsehaut-Gefühl.

Die Fans in der Südkurve ließen sich jedoch nicht davon abhalten, zu Beginn der zweiten Halbzeit – noch vor dem Treffer von Karl – ihre mitgebrachte Pyrotechnik zu zünden. Knapp 90 rote und helle Pyrofackeln wurden von vermummten Anhängern hochgehalten. Diese Aktion wird nicht ohne Folgen bleiben.

Jan-Christian Dreesen äußerte sich nach dem Spiel zu den Vorfällen: „Wie teuer das wird, kann ich nicht sagen. Aber klar ist, dass es eine Sanktion der UEFA geben wird. Es wird einen Teilausschluss der Fans in der Südkurve geben!“ Dieser Teilausschluss ist für das nächste Champions-League-Heimspiel geplant, was bedeutet, dass am 21. Januar gegen St. Gilloise einige Fans fehlen werden.

Bereits im März wurden die Fans des deutschen Rekordmeisters von einem UEFA-Urteil betroffen, als die Südkurve im Achtelfinale gegen Leverkusen blutrot leuchtete. Eine Geldstrafe von 500.000 Euro sowie zwei Jahre Bewährung mit der Drohung eines Fan-Ausschlusses interessierten die Zuschauer am Dienstag gegen Sporting Lissabon offenbar wenig.

Die Strafe wird konkret aussehen: Die Blöcke 111 bis 114 bleiben leer. Dort, wo sonst die Ultras ihre Bayern lautstark unterstützen, wird man Ende Januar eine Stecknadel fallen hören. Dreesen zeigte kein Verständnis für die Pyro-Show und äußerte sogar Bedenken hinsichtlich eines möglichen Spielabbruchs.

„Das finde ich naturgemäß nicht gut. Heute haben die Witterungsbedingungen dafür gesorgt, dass der Rauch und der Nebel im Stadion blieben. Ich hatte Sorge, dass das Spiel möglicherweise wegen der Sicht abgebrochen wird. Das ist einfach nicht akzeptabel.“ Er fügte hinzu: „Ich glaube, es geht weniger um das Nicht-Verstehen-Können, sondern um eine eigene Definition von Recht. Es gibt Regeln, und die sind einzuhalten, und deswegen hat das da nichts zu suchen.“ Eine Stellungnahme der Südkurve steht noch aus.

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