FC Bayern: Frauen und Herren auf Triple-Kurs

FC Bayern: Frauen und Herren auf Triple-Kurs

Der FC Bayern München steht in einer aufregenden Phase, da sowohl die Frauen- als auch die Herrenmannschaft auf das mögliche Triple hinarbeiten. Die Vereinsführung sieht sich in der Pflicht, wichtige Prioritäten zu setzen.

In Mainz und München träumen die Bayern von großen Erfolgen. Beide Teams haben bereits den ersten Schritt zum Triple gemacht, indem sie die deutsche Meisterschaft gewonnen haben. Nun stehen ihnen entscheidende Spiele in der Champions League und im DFB-Pokal bevor, die sich teilweise zeitlich überschneiden.

Am Samstagnachmittag war es für die Verantwortlichen des Vereins notwendig, Prioritäten zu setzen. Während die Herrenmannschaft um 15:30 Uhr in der Bundesliga gegen Mainz 05 antrat, kämpften die Frauen ab 18:15 Uhr im Hinspiel des Champions-League-Halbfinales in der Allianz Arena gegen den FC Barcelona um den Einzug ins Finale.

In den ersten Minuten des Champions-League-Spiels bot sich ein ungewohntes Bild. Vereinspräsident Uli Hoeneß war allein auf den TV-Bildern in den Lounge-Plätzen der Allianz Arena zu sehen, während die Plätze neben ihm, die normalerweise für andere Bayern-Bosse reserviert sind, leer blieben.

Viele Führungspersönlichkeiten hatten sich mit der Herrenmannschaft nach Mainz begeben. Hoeneß, der zu Hause geblieben war, musste sich das Anfangssegment des Spiels gegen die beste Frauenmannschaft der Welt zunächst allein ansehen. In der ersten Halbzeit war auch Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen auf einem der Plätze neben Hoeneß zu entdecken. Er war live dabei, als die Gäste durch die ehemalige Wolfsburgerin Ewa Pajor in der achten Minute in Führung gingen. Später konnte Franziska Klett zum 1:1-Endstand ausgleichen.

Nach dem aufregenden Spiel der Herren, das nach einem 0:3-Pausenrückstand noch gedreht werden konnte, standen die Entscheider unter Zeitdruck. Um wenigstens einen Teil des Spiels der Frauen zu sehen, plante man, schnell zu gehen.

Die weiteren Plätze füllten sich in der Folge kaum. Lediglich Sportvorstand Max Eberl blieb bis zum Ende des Spiels der Frauen. Der 52-Jährige hatte in Mainz noch Verpflichtungen und wartete am Abend auf seinen Auftritt als Gast im ZDF-Sportstudio.

Topics

Related news