FC Bayern Hauptversammlung: Eberl und Freund erhalten Applaus, Hamann äußert Kritik
Bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern erhielt das Duo Max Eberl und Christoph Freund viel Anerkennung. Ein prominenter Kritiker des Vereins hat jedoch seine Bedenken geäußert.
München – Am 2. November fand die Jahreshauptversammlung des FC Bayern statt, die größtenteils harmonisch verlief. Besonders für Max Eberl und Christoph Freund gab es am Sonntag eine positive Überraschung. Als Präsident Herbert Hainer, der in seinem Amt bestätigt wurde, sich bei ihnen bedankte, brach tosender Applaus von den rund 2.000 anwesenden Fans aus. Eberl wirkte sichtlich gerührt. Dennoch äußerte Didi Hamann erneut seine Kritik.
Die Zahlen des Vereins sind beeindruckend: ein internationaler Rekord von 15 Siegen aus 15 Pflichtspielen und ein Kader in absoluter Topform. Die Vereinsführung wird gefeiert, doch Didi Hamann scheint mit der aktuellen Situation unzufrieden zu sein. In der Sendung Sky90 stellte er die These auf: „Es läuft, kein Thema, nur: Die Entscheidungen, die im Sommer getroffen wurden, wurden alle von den Spielern und nicht von der Vereinsführung getroffen.“
Hamann erläutert, was seiner Meinung nach die Fehler der Bayern-Bosse waren: „Nick Woltemade wollte nicht zu Bayern, da Newcastle mehr Geld geboten hat. Florian Wirtz entschied sich für einen anderen Verein. Beide Spieler wollte man verpflichten. Mit Leroy Sané wollte man unbedingt verlängern. Uli Hoeneß sagte, er könne bis August warten. Wer hat die Entscheidung getroffen? Nicht der Verein.“
Hamann ist überzeugt, dass die aktuelle Harmonie in der Mannschaft nicht das Verdienst von Freund und Eberl ist. Er fügt hinzu: „Ein Luis Diaz wäre nicht hier, wenn Sané verlängert hätte. Ganz einfach. Manchmal wird man auch gegen seinen Willen zum Glück gezwungen.“ Es bleibt abzuwarten, ob die Worte des 52-Jährigen an der Säbener Straße Gehör finden.
Für den ehemaligen Bayern-Spieler sind die Lobeshymnen auf seinen alten Verein ohnehin etwas übertrieben. „Wenn jetzt gesagt wird, die Bayern sind schon Meister… Wartet doch mal ab! Es heißt immer: Wenn die Bayern schwächeln, müssen die anderen bereit sein. Wir haben jetzt zwei Mannschaften, die bereit sind. Lass die Bayern ein Spiel verlieren und die anderen gewinnen, dann sind es nur noch zwei Punkte.“
Es scheint, dass Didi Hamann ohne Kritik an Bayern nicht auskommt. Der deutsche Rekordmeister dürfte jedoch wenig von seiner neuesten Spitze betroffen sein. Sportlich läuft alles hervorragend, und die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist ausgezeichnet – in der bayerischen Landeshauptstadt kann man vermutlich weiterhin gut schlafen.