Uli Hoeneß und Max Eberl: Spannungen beim FC Bayern

Uli Hoeneß und Max Eberl: Spannungen beim FC Bayern

München – Die jüngsten Äußerungen von Uli Hoeneß, dem Ehrenpräsidenten des FC Bayern München, über Sportvorstand Max Eberl haben eine Welle der Spekulationen ausgelöst und die Kritiker von Hoeneß verstärkt. TV-Experte Didi Hamann äußerte die Vermutung, dass eine Trennung zwischen dem FC Bayern und Eberl bevorstehen könnte. "Die Aussagen lassen mich darauf schließen, dass das Verhältnis in absehbarer Zeit auseinandergeht. Ich wüsste nicht, wie es weitergehen sollte nach dem, was gesagt wurde", so Hamann bei Sky.

Hamann fügte hinzu: "Nach diesen Aussagen weiß ich nicht, wie lange es möglich ist, die Zusammenarbeit weiterzuführen." Hoeneß hatte Eberl unter anderem als "ziemlich empfindlich" bezeichnet und angedeutet, dass er und Karl-Heinz Rummenigge sich zurückziehen würden, sobald die richtigen Leute am richtigen Platz seien. Dies lässt darauf schließen, dass Eberl für Hoeneß offenbar nicht zu diesen "richtigen Leuten" zählt.

Der ehemalige Bayern- und Liverpool-Star betonte zudem, dass Eberl in seiner bisherigen Amtszeit oft eine unglückliche Figur abgegeben habe. "Ich möchte nicht sagen, dass es eine Erlösung für ihn wäre, wenn die Zusammenarbeit auseinandergeht, aber ich habe das Gefühl, dass die vergangenen Monate an ihm genagt haben", erklärte Hamann.

Die öffentliche Kritik von Hoeneß rief bei Hamann Unverständnis hervor. "Sie sollten nicht öffentlich übereinander, sondern miteinander reden", kritisierte er und fügte hinzu, dass Hoeneß mit seinem Verhalten nur "Unruhe und Spekulationen weiter befeuert". Eberl habe als Sportvorstand des FC Bayern "oft eine unglückliche Figur abgegeben".

Ein weiterer TV-Experte, Peter Neururer, äußerte ähnliche Bedenken. In einem Gespräch bei Sport1 erklärte die Trainerlegende: "Mit einigen Äußerungen hat sich Max keinen Vorteil in der Zusammenarbeit mit den Obrigkeiten bei Bayern München verschafft." Neururer bezog sich dabei auf Eberls Aussagen zu möglichen Vertragsverlängerungen von Leroy Sané und Thomas Müller zum Ende der vergangenen Saison.

Neururer ist überzeugt, dass Eberl nicht mehr lange beim FC Bayern tätig sein wird, da seine Aussagen "eigentlich nicht Bayern-München-like" seien. Der Druck auf den Bayern-Boss wächst, was die Länderspielpause für Max Eberl zu einer besonders angespannten Zeit macht.

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