FC Bayern in der Diskussion um Christoph Freund
Steht der FC Bayern München möglicherweise vor einem Verlust eines seiner Vereinsbosse? Ein Bundesliga-Konkurrent zeigt offenbar Interesse.
München/Wolfsburg – Nach der Entlassung von Trainer Paul Simonis sieht sich der VfL Wolfsburg weiteren grundlegenden Veränderungen gegenüber. Die Niedersachsen, die in der Bundesliga derzeit auf einem enttäuschenden 14. Platz rangieren, planen anscheinend auch in der Führungsetage einen Neuanfang. Laut einem Bericht der Sport Bild steht Sportdirektor Sebastian Schindzielorz aufgrund unzureichender Kaderplanung in der Kritik.
Trotz eines bis 2028 laufenden Vertrags wird intern über eine vorzeitige Trennung diskutiert. Die Suche nach einem Nachfolger läuft dem Bericht zufolge bereits auf Hochtouren, und bis zur Winterpause soll eine Entscheidung getroffen werden. Einer der möglichen Kandidaten für die Nachfolge ist Christoph Freund, der seit September 2023 als Sportdirektor beim FC Bayern tätig ist.
Freund hat sich über viele Jahre bei RB Salzburg einen hervorragenden Ruf erarbeitet und insbesondere durch seine Kaderplanung überzeugt. Beim deutschen Rekordmeister muss der Österreicher jedoch die Rolle des sportlichen Entscheiders mit Max Eberl teilen, der hierarchisch über Freund steht. Genau an diesem Punkt könnte Wolfsburg ansetzen, um Freund von einem Wechsel zu überzeugen.
VfL-Geschäftsführer Peter Christiansen scheint bereit zu sein, Einfluss abzugeben, um die Position für Freund attraktiver zu gestalten. Sollte der Bayern-Boss offen für eine neue Herausforderung sein, könnte dieses Argument entscheidend sein. Dennoch erscheint ein Wechsel des 48-Jährigen eher unrealistisch. Eberl und Freund sollen gut zusammenarbeiten, und es sind keine Spannungen oder unklare Kompetenzaufteilungen bekannt.
Zudem genießt Freund innerhalb des FC Bayern hohes Ansehen. Sein Vertrag an der Säbener Straße ist noch bis 2027 gültig. Alternativen zu Freund sind laut dem Bericht Sven Mislintat, der zuletzt Technischer Direktor bei Borussia Dortmund war, allerdings nach internen Konflikten entlassen wurde, sowie Jonas Boldt, der fünf Jahre lang als Sportvorstand beim Hamburger SV tätig war.