FC Bayern München verfolgt neuen Ansatz bei Transfers

FC Bayern München verfolgt neuen Ansatz bei Transfers

Der FC Bayern München hat in diesem Sommer neue Wege eingeschlagen. Sportvorstand Max Eberl verfolgt einen anderen Ansatz als seine Vorgänger, sowohl auf als auch neben dem Platz.

Wie der Transfer-Experte Christian Falk berichtet, arbeiten die Münchner nun systematisch mit sogenannten Shortlists – Auswahllisten für jede Position. Dies erklärt, warum die Bayern während der vergangenen Transferperiode mit zahlreichen Spielern in Verbindung gebracht wurden, letztendlich jedoch „nur“ vier Neuzugänge verzeichnen konnten.

Ein Beispiel für diesen neuen Ansatz ist die Suche nach Verstärkungen auf den Flügeln. An erster Stelle auf der Liste stand Nico Williams von Athletic Bilbao, gefolgt von Jamie Bynoe-Gittens von Borussia Dortmund und schließlich Luis Diaz vom FC Liverpool, der für 70 Millionen Euro verpflichtet wurde. Doch die Liste endete nicht mit dem Kolumbianer.

So bestätigte Cody Gakpo, dass es Gespräche mit den Bayern gab. Auch Malick Fofana von Olympique Lyon wurde als mögliche Option in Betracht gezogen, sollte der Deal mit Diaz nicht zustande kommen. Darüber hinaus wurde Amine Gouiri von Olympique Marseille beobachtet. Diese breite Aufstellung zeigt, dass der FC Bayern flexibel bleibt, wenn das primäre Ziel nicht realisiert werden kann. Auch für das Mittelfeld hat Eberl eine Liste erstellt, auf der Xavi Simons und Christopher Nkunku standen, die jedoch aufgrund ihrer Situation nicht als Leihspieler infrage kamen.

Der Aufsichtsrat der Münchner hatte nach der kostspieligen Verpflichtung von Diaz beschlossen, den Kader künftig nur noch mit Leihspielern zu verstärken. Diese Vorgabe erschwerte Eberls Arbeit in der Schlussphase der Transferperiode. Erst am Deadline Day konnte der Last-Minute-Deal mit Nicolas Jackson erfolgreich abgeschlossen werden.

Besonders interessant wird das kommende Wochenende, wenn Bayern auf den HSV trifft – und damit auch auf Fabio Vieira. Der Portugiese ist von Arsenal ausgeliehen und wurde ebenfalls dem FC Bayern angeboten. Nach internen Diskussionen entschied man jedoch, dass er nicht das nötige Niveau für die Münchner besitzt. Ähnlich verhielt es sich bei Marco Asensio, dessen Gehaltsforderungen als zu hoch erachtet wurden.

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