FC Bayern sichert sich wichtigen Sieg gegen Eintracht Frankfurt
München – Der 3:2-Sieg des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt am Samstag war alles andere als ein Selbstläufer. Die erste Halbzeit offenbarte bereits, dass es nicht einfach werden würde. Am Spielfeldrand war es rutschig, was beinahe zu einem misslichen Zwischenfall für den Physiotherapeuten Helmut Erhard führte. In letzter Sekunde wurde er von Vincent Kompany gerettet, als er beim Rückweg zur Bayern-Bank fast zu Fall gekommen wäre. Diese Szene war ein Vorzeichen für die nervenaufreibende Schlussphase des Spiels, die schließlich mit dem Abpfiff nach einer langen, dominanten, aber letztlich zitternden Vorstellung endete.
„So ist Fußball, das passiert. Am Ende haben wir die drei Punkte geholt, und das ist das Wichtigste“, kommentierte Kompany nach dem Spiel. Trotz des kalten und nassen Wetters in der Allianz Arena konnte Bayern mit dem Sieg eine optimale Ausgangslage für das bevorstehende Duell gegen Dortmund schaffen. Nach dem Unentschieden des BVB gegen Leipzig und dem nunmehr acht Punkte umfassenden Vorsprung der Bayern kann man kaum noch von einem Meistergipfel sprechen. Joshua Kimmich stellte klar: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen – und gehen in jedes Spiel als Favorit.“
Obwohl Bayern in der Tabelle führend ist, verlief das Spiel gegen Frankfurt nicht ohne Schwierigkeiten. Die Erleichterung über den Sieg war deutlich, als Kimmich und Harry Kane kurz nach dem Spiel auf Instagram ihre Freude teilten. Beide Spieler verkörperten die zwei Gesichter des FC Bayern in dieser Partie. Kane, der mit zwei Toren (20. und 68. Minute) sowie einem Führungstreffer von Aleksandar Pavlovic (20.) für die Vorentscheidung sorgte, und Kimmich, der nach einem Foul von Kane und einem verwandelten Elfmeter von Jonathan Burkardt (77.) vor dem 3:2 nicht gut aussah.
„Das ist Harakiri, was wir da gespielt haben“, äußerte sich Sportvorstand Max Eberl zu einer kritischen Spielsituation, die in einem Tor für Arnoud Kalimuendo (86.) endete. Kimmich und Jonas Urbig hatten in höchster Not an der Strafraumgrenze hin und her gepasst, anstatt die Situation einfach zu klären. Der missratene Pass an den überforderten Minjae Kim führte schließlich zu dem Tor und sorgte dafür, dass die Spieler „nicht enthusiastisch vom Feld kamen“, wie Kane es ausdrückte. Eberl kritisierte: „Das war zu viel!“ und hoffte, dass solche „Zittermomente“ die Mannschaft sensibilisieren, dass das Spiel auch bei einem 3:0 oder einem acht Punkte Vorsprung noch nicht vorbei ist.
Vor dem Topspiel gegen Dortmund bleibt nun eine Woche Zeit, was allen Beteiligten gelegen kommt. Eberl hat „Respekt vor dem BVB“ und warnte: „Wir bekommen es mit einer sehr guten Mannschaft zu tun.“ Es gilt, die Kräfte zu bündeln, und möglicherweise kehren Manuel Neuer und Konrad Laimer zurück, was Eberl als „nicht ausgeschlossen“ bezeichnete. Jeder Spieler wird benötigt, denn gegen den BVB muss man ein Gesicht zeigen, das vor der legendären „Süd“ keiner Rettung in letzter Sekunde bedarf.