FC Bayern trifft auf Mönchengladbach: Ein Duell der Gegensätze

FC Bayern trifft auf Mönchengladbach: Ein Duell der Gegensätze

Die englischen Wochen nehmen Fahrt auf. Nach dem deutlichen Sieg über Brügge steht für den FC Bayern das Bundesliga-Spiel gegen Mönchengladbach an, und die Vorzeichen sind besonders.

Mönchengladbach / München - Eine Woche nach dem "deutschen Clásico" gegen Dortmund (2:1) trifft der FC Bayern auf die zweite Borussia der Bundesliga in Mönchengladbach. Dieses Duell ist ein weiteres "Klassiker" aus den 1970er Jahren zwischen Bayern und Preußen, wobei die Übersetzung des lateinischen Begriffs "Borussia" auf die Tradition dieser spannenden Begegnungen hinweist.

Während die Dortmunder nach zwei schwächeren Bundesliga-Spielzeiten wieder auf dem Weg der Besserung sind und als Tabellenzweiter in die Allianz Arena reisten, hat die niederrheinische Borussia in dieser Saison mit ernsthaften Problemen zu kämpfen. Ein Vierteljahrhundert nach ihrem bislang einzigen Bundesliga-Abstieg schwebt das Gespenst des Abstiegs über Gladbach. Nach dem schlechtesten Saisonstart in der Bundesliga-Geschichte mit nur drei Punkten und einem Torverhältnis von 6:15 belegt die Fohlenelf nach sieben Spieltagen den letzten Tabellenplatz und trifft nun auf die "Rekord-Bayern".

In den letzten zehn Jahren hat sich der VfL als der "Angstgegner" des FC Bayern in der Bundesliga etabliert. Insbesondere das Spiel im Borussia-Park stellte für den Rekordmeister oft eine große Herausforderung dar. Von allen 17 aktuellen Bundesliga-Gegnern hat Gladbach die beste Bilanz gegen den FC Bayern und ist der einzige Verein, der im Durchschnitt mehr als einen Punkt pro Spiel gegen die Münchner gesammelt hat. Die Gesamtbilanz der 114 Begegnungen in der Bundesliga (nur die Spiele zwischen FCB und Werder Bremen fanden häufiger statt) aus der Sicht des VfL lautet: 28 Siege, 31 Unentschieden, 55 Niederlagen sowie 143:219 Tore.

Bemerkenswert ist, dass sowohl der FC Bayern als auch Mönchengladbach ihre schlechteste Bundesliga-Bilanz gegeneinander haben. Sollte der Trend der letzten vier Bundesliga-Partien anhalten, in denen der FCB alle gewonnen hat, könnte der VfL in dieser Saison unter den Strich rutschen und den Nimbus verlieren, der einzige FCB-BL-Gegner mit einem Punkteschnitt von über 1 zu sein. Aus der Sicht der Bayern sind die Vorzeichen jedoch nicht die schlechtesten.

Erstmals seit 1998/99 stehen sich die beiden Teams in der Bundesliga als Erster und Letzter der Tabelle gegenüber. In Gladbachs Abstiegssaison konnten die Münchner beide Duelle für sich entscheiden. Gewinnen die Bayern auch dieses Mal das scheinbar ungleiche Duell, würden sie einen Rekord im direkten Aufeinandertreffen aufstellen: Nur von 1965 bis 1967, unmittelbar nach dem gemeinsamen Bundesliga-Aufstieg, gelang es den Bayern, fünf Erfolge in Folge gegen die niederrheinische Borussia zu erzielen.

Ein weiterer Aspekt, der zur Ernüchterung der Gladbacher beitragen sollte: Die Bayern haben ihre letzten 17 Bundesliga-Partien als Tabellenführer gegen ein Schlusslicht allesamt gewonnen. Zuletzt gaben die Münchner im März 2008 beim 0:2 gegen Energie Cottbus Punkte als Spitzenreiter gegen den Achtzehnten ab.

Obwohl die Bayern unter der Woche in der UEFA Champions League gegen Brügge zusätzliche Kilometer zurücklegen mussten und der fünffache Welttorhüter Manuel Neuer laut neuesten Spekulationen dem 22-jährigen Jonas Urbig (der Spielpraxis für das Pokalspiel in Köln sammeln könnte) im Tor Platz machen sollte, bleibt der Rekordmeister der klare Favorit gegen seinen (einstigen) Angstgegner und strebt an, seine Rekordserie von zwölf gewonnenen Europa-Partien weiter auszubauen.

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