FC Bayern verliert Openda an Juventus
Der FC Bayern München muss am letzten Tag der Transferperiode einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Ein Spieler, der zuletzt als potenzielle Verstärkung für die Münchner gehandelt wurde, hat sich nun für einen anderen Verein entschieden.
Lois Openda, belgischer Nationalspieler von RB Leipzig, wechselt zu Juventus. Der Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtete von der Einigung zwischen den Clubs. Openda war immer wieder ein diskutierter Name an der Säbener Straße, besonders weil Vincent Kompany, sein Landsmann, dessen Qualitäten hoch schätzt. Eine Ausleihe mit Kaufoption war im Gespräch, da Openda als vielseitiger Offensivspieler ideal ins Profil gepasst hätte: schnell, torgefährlich und flexibel einsetzbar als Stürmer oder auf dem Flügel. Doch Bayern zog am Ende den Kürzeren.
Juventus sichert sich nun den Angreifer in einem Leihgeschäft mit Kaufpflicht, sobald bestimmte, leicht erfüllbare Bedingungen erfüllt sind. Die Gesamtablösesumme beläuft sich auf 40 Millionen Euro. Zudem übernimmt Juventus das volle Gehalt des Spielers, während eine sofort fällige Leihgebühr ebenfalls vereinbart wurde. In der Zwischenzeit reagiert RB Leipzig auf den Abgang und verpflichtet Conrad Harder von Sporting Lissabon.
Für Bayern stellt Opendas Wechsel einen Dämpfer dar. Der 25-Jährige war bereits länger auf der Liste möglicher Verstärkungen im Angriff, insbesondere nach den Abgängen von Thomas Müller, Leroy Sané, Kingsley Coman und Mathys Tel, was die Offensive der Münchner schwächt. Openda hätte Harry Kane entlasten und gleichzeitig auf dem Flügel eingesetzt werden können – genau das Profil, das Sportvorstand Max Eberl sucht.
In der Saison 2024/25 erzielte Openda in 45 Pflichtspielen 13 Tore und bereitete elf vor. Im Sommer 2023 wechselte er für 40 Millionen Euro von RC Lens zu RB Leipzig, wo er bis 2028 unter Vertrag steht. Für Bayern bedeutet dies: Ein weiterer Kandidat ist weg. Nachdem bereits der geplante Deal mit Nicolas Jackson gescheitert ist und auch die Verpflichtung von Ademola Lookman schwierig wird, wird die Luft am Deadline Day immer dünner. Die Münchner haben nur noch wenig Zeit, um ihre Offensive wie geplant zu verstärken. Der Deadline Day entwickelt sich für den Rekordmeister zu einem echten Nervenkrimi – mit bislang mehr Enttäuschungen als Erfolgen.