FC Bayern verzichtet auf Jamie Gittens nach Niko Kovac's Einschätzung
Ein ehemaliger Spieler von Borussia Dortmund, der einst als potenzieller Neuzugang für den FC Bayern München galt, wurde letztlich nicht verpflichtet. Eine Einschätzung von Niko Kovac soll entscheidend für diese Entscheidung gewesen sein.
München/Dortmund – Im Transfergeschäft spielen nicht nur Statistiken oder Scouting-Berichte eine Rolle, sondern auch persönliche Meinungen erfahrener Fußballpersönlichkeiten. Im Fall von Jamie Gittens war es genau diese Art der Einschätzung, die den FC Bayern davon abhielt, den englischen Flügelspieler zu verpflichten.
Wie im Bild-Podcast „Bayern Insider“ berichtet wurde, beschäftigte sich der FC Bayern im vergangenen Sommer intensiv mit möglichen Alternativen für die Offensive. Nachdem der Transfer des spanischen Nationalspielers Nico Williams nicht zustande kam, rückte unter anderem Gittens in den Fokus des Rekordmeisters.
Innerhalb der Bayern-Führung gab es jedoch Zweifel an Gittens. Der Aufsichtsrat beauftragte einen Mitarbeiter, die Meinung von Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac einzuholen. Kovac, der zwischen 2018 und 2019 in München tätig war und mittlerweile Borussia Dortmund trainiert, äußerte sich klar zu dem Thema.
Berichten zufolge hielt Kovac Gittens für „nicht professionell genug für den FC Bayern“. Diese Einschätzung hatte offenbar erhebliches Gewicht in der Säbener Straße. In der Folge verzichteten die Münchner auf weitere Bemühungen um den Offensivspieler und konzentrierten sich stattdessen auf andere Optionen.
Schließlich entschied sich der FC Bayern, Luis Diaz von FC Liverpool zu verpflichten. Diese Entscheidung erwies sich als äußerst erfolgreich, da der Kolumbianer schnell zu einer wichtigen Verstärkung auf den Flügeln wurde. Gittens hingegen wechselte nicht nach München, sondern für etwa 56 Millionen Euro zu Chelsea.
Der Transfer nach London verlief bisher jedoch nicht wie erhofft. In 27 Pflichtspielen erzielte der 21-Jährige lediglich ein Tor und bereitete fünf weitere vor. Zudem wurde seine Saison durch eine hartnäckige Oberschenkelverletzung beeinträchtigt, die ihn seit Ende Januar außer Gefecht setzte. Trotz eines langfristigen Vertrags bis 2032 gibt es bereits Spekulationen über einen möglichen vorzeitigen Abschied von den Blues. Man kann nur erahnen, wie sich Gittens entwickelt hätte, wenn er in Dortmund geblieben und unter Kovac gespielt hätte.