FC Köln: Auf der Suche nach dem nächsten Sieg

FC Köln: Auf der Suche nach dem nächsten Sieg

Der 1. FC Köln wartet seit mehreren Wochen auf seinen nächsten Sieg. Was kann man dazu sagen? Anti-Lauf? Ergebniskrise? Pechsträhne? Oder steckt vielleicht mehr dahinter?

Köln – Vor dem Jahreswechsel machen sich viele Fans, Experten und Beobachter Sorgen um den 1. FC Köln. Seit sechs Spielen hat die Mannschaft keinen Sieg mehr errungen. Nach der jüngsten 0:1-Niederlage in der Nachspielzeit gegen Union Berlin flossen bei den Spielern Tränen; einige sanken frustriert auf den Rasen, während viele Fans enttäuscht und blass das Rhein-Energie-Stadion verließen.

Was ist mit der Mannschaft geschehen? Hat sich Trainer Lukas Kwasniok (44) völlig verzettelt? Die Stimmung rund um den Klub hat sich drastisch gewandelt. Nach einem vielversprechenden Saisonstart wurden Spieler, Trainer und Sportdirektor Thomas Kessler (39) mit Lob überschüttet. Fast alle Neuzugänge wurden als Volltreffer gefeiert, und Kwasniok zeigte oft ein glückliches Händchen bei seinen Wechseln.

Doch dann kam der Bruch. Seit Anfang November (4:1 gegen den Hamburger SV) wartet Köln auf den nächsten Dreier. Kwasniok probierte viele Dinge aus, auch bedingt durch zahlreiche Verletzungen (van den Berg, Hübers, Heintz, Schmied). Doch nichts wollte mehr gelingen. Und wenn es nicht läuft, gesellt sich auch noch Pech dazu, wie bei den Gegentoren in der Nachspielzeit gegen St. Pauli und Union.

Statt Glaube und Euphorie zu verbreiten, warfen sich viele beim FC nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen sogar in den Staub – Bayer sei zu dominant gewesen. In der ersten Halbzeit sah die Situation jedoch ganz anders aus. Hat die FC-Mannschaft das Vertrauen in sich selbst verloren?

In den sozialen Netzwerken wird der Ton mittlerweile schärfer: Fans beklagen eine verunsicherte Truppe, und die ständigen Wechsel von Kwasniok werden kritisiert. Einige sprechen bereits von einem Endspiel für den Trainer am 10. Januar 2026 in Heidenheim. Willkommen in Köln, könnte man sagen! Innerhalb von sechs Wochen von himmelhoch jauchzend zu tief betrübt.

Aktuell zeigt sich rund um den FC ein kurioses Phänomen oder der Fluch der guten Tat. Als Aufsteiger startete der Klub vielversprechend in die Saison und überraschte viele. Die Erwartungshaltung ist dadurch enorm gestiegen – und plötzlich scheint alles schlecht zu sein.

Die Kölner wurden jedoch durch gute Ergebnisse in eine Rolle gedrängt, die sie nie einnehmen wollten. Für Kwasniok, Kessler und Co. war von Anfang an klar, dass es nur um den Klassenerhalt gehen würde. Dass der Mannschaft bis zum neunten Spieltag viel Lob zuteilwurde, hat jedoch auch Auswirkungen auf sie gehabt: Vielleicht wähnte sich der ein oder andere bereits in höheren Sphären.

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache und sind für einen Aufsteiger nach 15 Spieltagen nicht schlecht: 16 Punkte nach 15 Spielen und Platz elf in der Tabelle. Hätte das vor der Saison jemand für die Winterpause prognostiziert, hätten wohl alle unterschrieben.

Und genau so muss der FC die Situation jetzt annehmen – positiv denken! Kwasniok wird die Pause guttun, um den Kopf freizubekommen (er ist mit der Familie auf den Kanaren) und um zu analysieren, was in den letzten Wochen nicht funktioniert hat. Die Spieler dürfen durchatmen und Kraft tanken; ab dem 2. Januar geht es dann im Trainingslager in Spanien weiter.

Im neuen Jahr muss die gesamte Mannschaft dann zeigen, worauf sie eigentlich seit der Saisonvorbereitung eingestimmt war: Wir KÄMPFEN gegen den Abstieg! Mit Zusammenhalt, Konzentration auf die Grundtugenden und der individuellen Klasse zahlreicher Spieler werden sicherlich auch wieder Punkte eingefahren. Am besten schon in Heidenheim. Frohes neues Jahr, FC!

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