FC Liverpool trennt sich von Cheftrainer Arne Slot
Der FC Liverpool hat am Samstag die sofortige Trennung von Cheftrainer Arne Slot bekannt gegeben. Der niederländische Coach, der im Sommer 2024 die Nachfolge von Jürgen Klopp angetreten hatte, muss nach einer enttäuschenden zweiten Saison seinen Posten räumen. In einer offiziellen Mitteilung des Vereins heißt es: „Der FC Liverpool kann bestätigen, dass Arne Slot sein Amt als Cheftrainer mit sofortiger Wirkung niederlegt.“
Nach einem vielversprechenden Start, in dem Slot die Reds zur 20. Meisterschaft in der Premier League führte, verlief die zweite Saison jedoch alles andere als erfolgreich. Liverpool beendete die Liga lediglich auf dem fünften Platz und schied auch in den Pokalwettbewerben frühzeitig aus. Besonders enttäuschend war der Saison-Endspurt, bei dem das Team nur drei von zehn Pflichtspielen gewann.
Die Eigentümer des Vereins, die Fenway Sports Group, bezeichneten die Entscheidung in einer gemeinsamen Erklärung als „schwierig“. Sie lobten Slots „Arbeitsmoral, Sorgfalt und Fachwissen“ und betonten, dass sein Beitrag für den Verein bedeutend gewesen sei. Dennoch sei die Entscheidung getroffen worden, um den Kurs der Mannschaft durch einen Richtungswechsel zu korrigieren.
Als möglicher Nachfolger wird Andoni Iraola, derzeit Trainer beim AFC Bournemouth, gehandelt. Der Spanier gilt als Favorit, steht aber auch bei Bayer Leverkusen hoch im Kurs. Eine Rückkehr von Jürgen Klopp, der Liverpool von 2015 bis 2024 trainierte und zahlreiche Titel gewann, scheint hingegen unwahrscheinlich.
Obwohl Slot noch einen Vertrag bis zum Sommer 2027 hatte, endet sein Abenteuer an der Anfield Road bereits nach zwei Jahren. „Arne verlässt uns mit unserer Dankbarkeit, mit einem Premier-League-Titel in seiner Vita und mit dem Wissen, dass er und seine Familie in Anfield immer willkommen sein werden“, schließt die Mitteilung des Vereins.
Mit dem fünften Tabellenplatz und dem Ausscheiden in der Champions League im Viertelfinale gegen Paris Saint-Germain blieb der LFC in dieser Saison weit hinter den eigenen Erwartungen zurück, insbesondere angesichts des letzten Transfersommers, in dem fast 500 Millionen Euro in neue Spieler investiert wurden – darunter etwa 125 Millionen Euro für DFB-Star Florian Wirtz. Der erhoffte sportliche Erfolg blieb jedoch aus, was letztlich zu Slots Entlassung führte.