Florian Neuhaus: Schlüsselspieler bei Borussia Mönchengladbach
Florian Neuhaus hat sich unter Eugen Polanski zu einem entscheidenden Faktor bei Borussia Mönchengladbach entwickelt, nachdem er zuvor in der Zeit unter Gerardo Seoane wenig Spielzeit erhielt.
Im November 2025 zählt der ehemalige deutsche Nationalspieler nun zum Stammpersonal des Vereins, nachdem er sich mit einem umstrittenen Video, das er während seines Urlaubs auf Mallorca veröffentlichte, selbst in eine schwierige Lage gebracht hatte.
Neuhaus ist zurück im Rampenlicht, da Polanski sein fußballerisches Talent schätzt. In dem aktuellen 3-4-1-2-System spielt er auf der Zehn hinter Haris Tabaković und Franck Honorat und ist für präzise Pässe verantwortlich, die den Übergang in die offensive Zone erleichtern.
In vier der letzten fünf Bundesliga-Spiele stand Neuhaus in der Startelf, lediglich im Spiel gegen den FC Bayern München saß er auf der Bank. Der Grund dafür war, dass in diesem Match Kompaktheit und Entschlossenheit in den Zweikämpfen gefragt waren, was nicht zu Neuhaus' Stärken zählt. In den darauffolgenden Spielen konnte er jedoch seine Qualitäten wieder unter Beweis stellen.
Durch die positive Entwicklung unter Polanski ist Neuhaus kein direktes Problem mehr, allerdings hat er den Konkurrenzkampf auf der Position hinter den Spitzen angeheizt, was es Kevin Stöger und Giovanni Reyna erschwert, Spielzeit zu bekommen.
Stöger kam im Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli nur auf fünf Minuten und blieb im Derby gegen den 1. FC Köln auf der Bank, während Reyna in beiden Spielen insgesamt nur 26 Minuten spielte. Beide Spieler haben aus unterschiedlichen Gründen mit Herausforderungen zu kämpfen, was die Situation für Neuhaus begünstigt.
Reyna sollte sich eigentlich zu einem Schlüsselspieler entwickeln, hat jedoch mit Verletzungen zu kämpfen und muss zunächst wieder zu voller Fitness finden. Hoffnung macht ihm die Länderspielpause, in der er beim 2:1-Sieg der USA gegen Paraguay 75 Minuten auf dem Platz stand und ein frühes Tor erzielte.
Stöger hingegen sollte zu Saisonbeginn die Nachfolge des zu PSV Eindhoven gewechselten Alassane Pléa antreten. Sowohl unter Seoane als auch unter Polanski konnte er jedoch nur sporadisch überzeugen. Obwohl Stöger viel versucht, bleibt der Erfolg aus. Im Vergleich dazu spielt Neuhaus klar und zielgerichtet, was ihm derzeit einen Vorteil verschafft.
Polanski äußerte nach einer Trainingseinheit am Dienstag, dass im Konkurrenzkampf Entscheidungen getroffen werden müssen, die manchmal zum Nachteil von Spielern gehen, die dafür nichts können. Wer spielt, hänge von der Gegneranalyse, dem Matchplan und der Form der Spieler ab. „Es ist kein gutes Gefühl“, gestand Polanski, „aber ich bevorzuge dieses Problem, als mich zu fragen, wie ich den Kader füllen kann.“
Er möchte authentisch gegenüber den Spielern auftreten und klar kommunizieren, ob es um die Leistung oder den notwendigen Matchplan geht. Dies betrifft insbesondere Neuhaus, Stöger und Reyna, wobei sich die beiden Letztgenannten wohl auf längere Wartezeiten auf positive Nachrichten einstellen müssen.