Florian Wirtz kämpft um seinen Durchbruch beim FC Liverpool
Florian Wirtz hat beim FC Liverpool bislang nicht die erhoffte Rolle als Unterschiedsspieler eingenommen. Ein TV-Experte beginnt, an den Fähigkeiten des DFB-Stars zu zweifeln.
Mit dem 2:0-Sieg gegen Brighton & Hove Albion hat sich der FC Liverpool vorübergehend wieder in die Nähe der internationalen Plätze gekämpft. Dies war das vierte Ligaspiel in Folge, das der LFC ohne Niederlage absolvierte. Im Fokus stand vor allem Mohamed Salah, der nach einer kurzen Degradierung aufgrund eines öffentlichen Wutausbruchs wieder im Kader war.
Für Florian Wirtz bot sich die Gelegenheit, im Schatten von Salah zu glänzen, doch die Chance blieb ungenutzt. Der deutsche Nationalspieler wartet weiterhin auf seinen ersten Treffer im Liverpool-Trikot und hat bislang nicht den Einfluss auf das Spiel des englischen Meisters ausgeübt, den man sich erhofft hatte. Immerhin zahlten die Reds stolze 125 Millionen Euro für den 22-Jährigen.
Dietmar Hamann, bekannt für seine offenen Worte, äußert sich zunehmend skeptisch über Wirtz' Potential, sich in England durchzusetzen. In der Talkshow „Triple – der Hagedorn Fußballtalk“ sagte er: „Es ist bald Weihnachten, und er hat bis jetzt noch kein Tor geschossen und kein entscheidendes Spiel gewonnen.“ Besonders überrascht ihn der geringe Einfluss des Offensivspielers auf das Spiel von Liverpool.
„In der Premier League wird anders Fußball gespielt, und bislang hat er kaum Akzente gesetzt“, analysiert der ehemalige Profi und bezweifelt, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird. Liverpool habe Wirtz verpflichtet, um eine Mannschaft, die in Schwierigkeiten steckt, mit ein oder zwei Aktionen zu beleben. „Das hat er bisher nicht gemacht. Warum sollte er das jetzt im Januar tun?“
Hamann äußert zudem einen brisanten Verdacht: „Wenn ich ihn spielen sehe, habe ich manchmal das Gefühl, dass er selbst nicht mehr daran glaubt, sich durchsetzen zu können.“ Sowohl Wirtz als auch sein Vater hatten zuletzt betont, dass sie weiterhin an einem Durchbruch in der Premier League glauben und den Wechsel zum FC Liverpool nicht bereuen. Hamann hat eine andere Meinung.
Nach Ansicht des TV-Experten bleibt der Transfer von Wirtz ein Missverständnis. Er hätte, so Hamann, anstelle von Liverpool lieber zum ebenfalls interessierten FC Bayern wechseln sollen. Der deutsche Rekordmeister hatte lange um den Nationalspieler geworben und ihm den roten Teppich ausgerollt, erhielt letztendlich jedoch eine Absage. Ob Wirtz bald zu der gleichen Erkenntnis wie Hamann kommt, bleibt abzuwarten.