Frustration bei Borussia Dortmund nach späten Ausgleich in Hamburg

Frustration bei Borussia Dortmund nach späten Ausgleich in Hamburg

Nach dem späten Ausgleich in Hamburg ist die Stimmung bei Borussia Dortmund angespannt. Sportdirektor Sebastian Kehl äußert deutliche Kritik und schlägt Alarm.

Hamburg – Borussia Dortmund hat im Bundesliga-Duell gegen den Hamburger SV einen sicher geglaubten Sieg verspielt. In der siebten Minute der Nachspielzeit kassierten die Schwarzgelben den 1:1-Ausgleich und damit einen weiteren späten Rückschlag. Besonders bitter: Auch Leipzig und der FC Bayern haben Punkte abgegeben.

Nach dem Schlusspfiff war der Frust bei BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl deutlich spürbar. „Die Niederlage am Mittwoch gegen Manchester City (1:4) hat mich geärgert, aber heute ärgert mich das 1:1 richtig. Ich bin richtig sauer und werde ein paar Tage brauchen, um das zu verarbeiten“, sagte Kehl. „Am Mittwoch hatte man es mit einem ganz anderen Gegner zu tun. Die Niederlage muss man akzeptieren, das heutige Spiel dürfen wir jedoch nicht hergeben.“

Die Dortmunder führten nach einem Treffer von Carney Chukwuemeka in der 64. Minute, bevor Ransford-Yeboah Königsdörffer in der 97. Minute den Ausgleich für den HSV erzielte. Kehl fand klare Worte: „Wir müssen uns einen Vorwurf gefallen lassen. Nach dem 1:0 haben wir aufgehört, aktiv Ballbesitz-Fußball zu spielen. Wir waren viel zu passiv und haben den HSV wieder stark gemacht.“

Das Problem in der Schlussphase ist für den BVB kein neues. Bereits am ersten Spieltag verspielte die Mannschaft eine 3:1-Führung gegen St. Pauli in den letzten Minuten, und auch in der Champions League gab es nach einer 4:2-Führung gegen Juventus Turin nur ein Remis. Kehl forderte deshalb eine Reaktion: „Was die Anzahl der Torchancen betrifft, wollen wir uns weiterentwickeln. So dürfen wir nicht weitermachen wie heute.“

Auch Trainer Niko Kovac zeigte sich enttäuscht: „Wir müssen das besser verteidigen. Wir sind enttäuscht und sauer.“ Trotz des verpassten Sieges bleibt der BVB in der Tabelle auf Rang drei, sieben Punkte hinter dem FC Bayern München, der gegen Union Berlin ebenfalls nur unentschieden spielte. Doch während die Konkurrenz ebenfalls Punkte liegen ließ, war der Ärger in Dortmund groß.

Immerhin gab Kovac bei Nico Schlotterbeck Entwarnung: Der Abwehrspieler hatte sich eine Schnittwunde am Fuß zugezogen, konnte jedoch weiterspielen. „Er hat ja durchgespielt, daher dürfte es kein Problem werden, auch nicht für die Nationalmannschaft“, sagte der BVB-Coach mit Blick auf die bevorstehenden Länderspiele. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit bvbwld.de/)

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