Frustration bei Borussia Mönchengladbach nach DFB-Pokal-Aus
Die Fans von Borussia Mönchengladbach rätseln erneut über das Schicksal eines Starspielers, nachdem das Team im DFB-Pokal vorzeitig ausgeschieden ist.
Mönchengladbach – Trainer Eugen Polanski nahm sowohl gezwungene als auch freiwillige Änderungen in der Startformation für das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den FC St. Pauli vor. Diese Maßnahmen sollten als Zeichen des Vertrauens dienen, um die Spieler für ihre positiven Leistungen im Training zu belohnen.
Leider konnten nicht alle Spieler ihre Chance nutzen. Giovanni Reyna hinterließ einen positiven Eindruck, obwohl Polanski auf der Pressekonferenz nach der 1:2-Niederlage gegen die Kiezkicker anmerkte, dass man dem US-Amerikaner die fehlenden Einsatzzeiten der letzten Wochen anmerkte. Für Frustration unter den Fans sorgte hingegen Kevin Stöger, Reynas Partner im Mittelfeld.
Stöger sieht sich seit Saisonbeginn ähnlicher Kritik ausgesetzt. Seine Spielweise wird als zu kompliziert beschrieben, und es wird ihm vorgeworfen, sich nicht genug auf die einfachen Dinge zu konzentrieren. Obwohl der Österreicher viele Versuche unternimmt, gelingt ihm nur wenig. In einem Interview mit 11Freunde gestand Stöger, dass ihm bewusst ist, dass sein Spielstil angreifbar ist – dennoch war auch gegen St. Pauli nicht zu erkennen, dass sich das Risiko lohnen könnte.
Von Stögers Schüssen ging nur einer auf das Tor, und lediglich eine Torchance konnte er herausspielen. Seine Passquote liegt bei 76 Prozent, doch nur 33 Prozent seiner langen Bälle fanden den Mitspieler. Anstatt das Spiel zu lenken, trug Stöger zur träge und statisch wirkenden Vorstellung der Gladbacher bei.
„Stögi gibt alles und läuft extrem viel, vielleicht sogar einen Tick zu viel“, verteidigte Polanski den Offensivspieler, betonte jedoch auch: „Er denkt ein bisschen zu kompliziert auf dem Platz, was ihn vielleicht hemmt.“ Die Trainingsleistungen seien „absolut“ zufriedenstellend, weshalb Polanski überzeugt ist, dass Stöger bald seine Qualitäten auf dem Platz zeigen wird.
Erste Gerüchte über einen möglichen Wechsel deuten jedoch darauf hin, dass der Kreativspieler die Erwartungen bislang nicht erfüllen konnte. Im Umfeld der Gladbacher Fans wächst der Frust, während die Hoffnungen auf eine Rückkehr des Publikumslieblings Florian Neuhaus ruhen. Eines ist sicher: Dieses Kapitel haben sich beide Seiten anders vorgestellt.