Robin Hack führt Gladbach zum DFB-Pokal-Sieg gegen Delmenhorst

Robin Hack führt Gladbach zum DFB-Pokal-Sieg gegen Delmenhorst

Robin Hack war beim hart erkämpften 3:2-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen Atlas Delmenhorst im DFB-Pokal einer der wenigen Lichtblicke.

In der 20. Minute erzielte Hack mit einem gekonnten Lupfer über den Torwart Damian Schobert das erste Tor, gefolgt von einem trockenen Abschluss ins lange Eck in der 38. Minute. Mit diesen zwei Treffern spielte er eine entscheidende Rolle und bestätigte seinen überraschenden Aufwärtstrend.

Hack hatte in den letzten zwei Jahren eine schwierige Vorbereitung. „Er konnte praktisch acht Wochen nicht trainieren“, erklärte Trainer Gerardo Seoane am Freitag über den linken Flügelspieler. Das Testspiel gegen Metalist Charkiw am 22. Juli kam für Hack zu früh, aber etwa vier Wochen später zeigte er gegen den Oberligisten Delmenhorst eine starke Leistung und spielte 89 Minuten durch.

Mit seinem Doppelpack war Hack einer der wenigen positiven Aspekte für Gladbach am Sonntag und ebnete den Weg in die zweite Runde des Pokals. Dank seiner Treffsicherheit meisterte Borussia die Herausforderung, auch wenn die von Seoane im Vorfeld gestellten Aufgaben nicht vollständig erfüllt wurden. Vor allem seine Tore scheinen ein kleiner Hoffnungsschimmer für den 26-Jährigen zu sein.

In seiner Debütsaison 2023/24 startete Hack in der Rückrunde durch und avancierte mit zehn Toren zum besten Torschützen des Vereins. In der Saison 2024/25 waren Tim Kleindienst (16 Pflichtspieltore) und Alassane Pléa (12 Tore) die herausragenden Spieler, während Hack mit nur vier Treffern eine enttäuschende Bilanz vorlegte. Er traf lediglich an den Bundesliga-Spieltagen 14, 19 und 24.

In seiner dritten Saison am Niederrhein wird von Hack erwartet, dass er einen weiteren Schritt macht. „Wir wissen, dass Robin im letzten Drittel unberechenbar ist und kreative Lösungen findet“, sagte Seoane vor dem Spiel. „Wir sind von seiner Qualität überzeugt.“ Diese sollte sich in mehr Toren und Vorlagen als in der vergangenen Saison ausdrücken.

Ein direkter Konkurrent könnte Hack zu besseren Leistungen anspornen. Derzeit gilt Grant-Leon Ranos als erste Alternative, jedoch ist es nicht ausgeschlossen, dass Borussia einen weiteren linken Flügelspieler verpflichten wird. Ein potenzieller Neuzugang müsste sich zunächst hinter Hack anstellen, insbesondere wenn dieser in der Bundesliga an seine Frühform anknüpfen kann.

In Abwesenheit von Tim Kleindienst benötigt Gladbach alternative Torjäger, zumal auch Pléa, der zweitbeste Torschütze der vergangenen Saison, den Klub verlassen hat. Hack steht in der Rangordnung weit oben. „Wir alle sehen, dass bei Robin großes Potenzial vorhanden ist. Wenn er so konzentriert und fokussiert bleibt wie in den letzten Wochen, ist es sehr wahrscheinlich, dass er regelmäßig Tore und Assists erzielt“, betonte Seoane.

„Es wäre wünschenswert, wenn er in einen Lauf kommen würde“, sendete der Trainer einen ersten, leisen Appell an seinen Flügelspieler. Gegen Delmenhorst ließ Hack Taten folgen. Auf seinen letzten Doppelpack folgte eine fünfmonatige Durststrecke – diesmal soll es nicht so lange dauern, bis er wieder jubeln kann.

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