Gerüchte um Sebastian Kehl und HSV-Interesse nach BVB-Sieg

Gerüchte um Sebastian Kehl und HSV-Interesse nach BVB-Sieg

Sebastian Kehl, der Sportdirektor von Borussia Dortmund, scheint das Interesse des Hamburger SV geweckt zu haben. Nach dem überzeugenden 3:0-Sieg gegen Werder Bremen sorgte seine unerwartet knappe Kommunikation für Spekulationen.

In Dortmund war Kehl nach dem Spiel überraschend zurückhaltend und stand nicht für Interviews zur Verfügung. Normalerweise beantwortet der BVB-Boss die Fragen der Journalisten und äußert sich zum Spielverlauf. „Heute habe ich mal nichts zu sagen“, betonte er in der Mixed Zone und verließ schnell den Bereich.

Es gab jedoch zahlreiche Themen rund um das Spiel gegen die Hanseaten zu besprechen, darunter die Rolle von Serhou Guirassy und die erneut starke Defensive von Dortmund, die in neun von 17 Spielen ohne Gegentor blieb – ein Rekord in der Bundesliga. Zudem gibt es Gerüchte über ein angebliches Interesse des Hamburger SV an Kehl.

Laut Sky sieht der HSV in dem 45-Jährigen einen potenziellen Nachfolger für Stefan Kuntz, dessen Vertrag zum 31. Dezember 2025 aufgelöst wurde. Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Kuntz haben die Situation zusätzlich kompliziert. Unabhängig von den Spekulationen bleibt festzuhalten, dass die Position des Sportvorstands beim HSV derzeit unbesetzt ist. Bislang gab es keinen Kontakt zwischen dem HSV und Kehl, doch dies könnte sich in naher Zukunft ändern.

Wie die Bild berichtet, würde Kehl eine Anfrage für einen Vorstands- oder Geschäftsführer-Posten bei einem namhaften Klub in Betracht ziehen. Hat der BVB-Sportdirektor also die Medien gemieden, um sich in dieser Angelegenheit nicht öffentlich zu äußern und mögliche Türen nicht zu schließen? Sein Verhalten ist jedenfalls ungewöhnlich und wirft Fragen auf. Es ist bekannt, dass Kehl bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.

Als Dortmund nach einem Nachfolger für Hans-Joachim Watzke suchte, hatte Kehl auf eine Beförderung gehofft. Watzke entschied sich jedoch dafür, Lars Ricken vom Nachwuchschef zum Sport-Geschäftsführer zu ernennen, wodurch Kehl übergangen wurde. Intern wird berichtet, dass der Sportdirektor nicht unumstritten ist und es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Führungsetage kommt.

Als Ricken vor dem Spiel gegen Werder Bremen auf die Gerüchte um den HSV angesprochen wurde, erklärte er, dass diese „relativ frisch“ seien und er „sie auch gerade erst gelesen“ habe. „Ich weiß nicht, was die Hamburger sich für Gedanken machen. Es ist niemand an uns herangetreten und damit ist es für uns vor dem Spiel auch kein Thema“, betonte er abschließend. Kehls Vertrag in Dortmund ist noch bis 2027 gültig.

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