Giulia Gwinn verletzt sich im WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich
Nürnberg – Schock für den FC Bayern: Giulia Gwinn hat sich im WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich in der ersten Halbzeit verletzt. Der Verein gab am Nachmittag bekannt, dass sie sich die Schulter ausgekugelt hat, wie Untersuchungen in München ergaben.
Nach Rücksprache mit den Ärzten wird zunächst eine konservative Behandlung angestrebt. Weitere Untersuchungen sollen klären, ob die Therapie erfolgreich ist. Ob die Verteidigerin für das nächste Spiel in Betracht kommt, ließ der Klub offen.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte zuvor mitgeteilt, dass „Kapitänin Giulia Gwinn vom FC Bayern München heute Morgen vorzeitig von der deutschen Frauen-Nationalmannschaft abgereist“ ist. Weitere Untersuchungen an ihrer Schulter werden in München durchgeführt.
Im ersten Spielabschnitt des WM-Qualifikationsspiels, das im Nürnberger Stadion stattfand, wurde es nach dem Zusammenprall zwischen der Österreicherin Melanie Brunnthaler und Gwinn (27. Minute) plötzlich still. Gwinn fiel hart auf den Rasen, wobei ihre linke Schulter den Aufprall abbekam.
Nach längerer Behandlungszeit konnte Gwinn mit einem Eisbeutel auf der Schulter den Platz verlassen. Sie erhielt aufmunternden Applaus von den Zuschauern, bevor sie erneut auf das Feld zurückkehrte – jedoch nur für kurze Zeit.
Obwohl Gwinn den Eindruck erweckte, weitermachen zu wollen, entschied sich Trainer Christian Wück, kein Risiko einzugehen. Carlotta Wamser wurde für die Einwechslung vorbereitet und ersetzte die Bayern-Verteidigerin.
Die Herausnahme von Gwinn scheint somit eher eine Vorsichtsmaßnahme gewesen zu sein, als eine Reaktion auf eine schwerwiegende Verletzung. Dies ist eine positive Nachricht für die deutsche Nationalmannschaft und den FC Bayern. Es bleibt zu hoffen, dass bei den weiteren Untersuchungen keine gravierenderen Verletzungen festgestellt werden.
Für die DFB-Elf steht bereits am Samstag (18. April) das Rückspiel gegen Österreich an. Mit einer Leistung wie in der ersten Halbzeit in Nürnberg sollte einem Sieg im vierten Gruppenspiel der WM-Qualifikation nichts im Wege stehen. Lediglich die mangelnde Chancenverwertung hinderte die Mannschaft daran, die Führung von 1:0 zur Halbzeit auszubauen. In der 17. Minute erzielte Nicole Anyomi, nach Vorlage von Janina Minge, das erste Tor.