Harry Kane: Ein kompletter Spieler bei Bayern München
Der FC Bayern München hat derzeit keine Stürmerprobleme, da Harry Kane in bestechender Form spielt. Der englische Nationalspieler ist jedoch nicht nur offensiv von Bedeutung.
München – Harry Kane hat sich als einer der besten Stürmer der Welt etabliert und beeindruckt mit seiner Treffsicherheit beim FC Bayern München. Acht Tore in nur vier Bundesliga-Spieltagen sprechen für sich. Doch viele übersehen eine andere Facette des Kapitäns der englischen Nationalmannschaft: seine außergewöhnliche Defensivarbeit und seinen Beitrag abseits der Torstatistiken.
Jonathan Tah, der neue Abwehrchef des FC Bayern, bringt es auf den Punkt: „Es wird zu wenig darüber gesprochen, wie viel er für das Team nach hinten arbeitet. Mit so einem kompletten Stürmer habe ich noch nie zusammengearbeitet.“ Diese Aussage des deutschen Nationalspielers unterstreicht Kanes oft übersehene Qualitäten, die ihn von vielen anderen Weltklasse-Stürmern unterscheiden.
Während die meisten Angreifer sich vor allem auf ihre offensive Rolle konzentrieren, zeigt Kane eine bemerkenswerte Bereitschaft, auch defensiv Verantwortung zu übernehmen. Seine Defensivfähigkeiten kamen besonders im Klassiker gegen Borussia Dortmund zum Tragen, wo er ein enormes Laufpensum abspulte und mit einer spektakulären Grätsche in der Schlussphase großartige Defensivqualitäten demonstrierte.
Diese Szene symbolisiert perfekt, was Kane als Spieler ausmacht: Er ist nicht nur ein Torjäger, sondern ein kompletter Fußballer, der bereit ist, für das Team zu kämpfen, auch in den weniger glamourösen Bereichen des Spiels. Sein Trainer und seine Mitspieler schätzen diese Einstellung enorm, da sie von einem Weltstar nicht selbstverständlich ist und echte Führungsqualitäten offenbart.
Was Kane besonders wertvoll macht, ist seine Vielseitigkeit im Spiel. Er glänzt als Regisseur mit zahlreichen perfekt dosierten Traumpässen und agiert wahlweise als Zehner, Achter, Sechser oder in jeder anderen Rolle, die das Team benötigt. Tah beschreibt diese Eigenschaft als etwas, „das man keinem beibringen kann“ und das „von ihm selber kommen“ muss. Diese Motivation zum Teamwork „pusht jeden und zieht jeden mit“, wie der Verteidiger treffend bemerkt: ein wahrer Führungsspieler eben.