Harry Kane: Keine Langzeitlösung für Bayern, Nachfolger bereits eingeplant
München – Der renommierte England-Experte und Transfer-Insider Raphael Honigstein hat in einem Gespräch mit talkSPORT zur Zukunft von Harry Kane beim FC Bayern München Stellung genommen. Seiner Einschätzung nach wird der englische Nationalspieler seine Karriere wahrscheinlich nicht in München beenden. Kanes Vertrag in der bayerischen Landeshauptstadt läuft bis zum Sommer 2027, was die Bayern vor die Entscheidung stellt: Entweder den Vertrag verlängern oder riskieren, dass der Torjäger in zwei Jahren ablösefrei wechselt. Kane war 2023 für knapp 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur nach München gewechselt und feierte dort bereits seinen ersten großen Titel, während er zahlreiche Rekorde aufstellte.
Trotz seiner beeindruckenden Erfolge deutet sich an, dass die Münchner einen Plan B entwickeln. Am Deadline Day verpflichteten sie mit Nicolas Jackson einen neuen Mittelstürmer von Chelsea, der offiziell per Leihe mit Kaufoption kam, die unter bestimmten Voraussetzungen zur Pflicht werden könnte. Honigstein sieht in dieser Verpflichtung mehr als nur eine Verstärkung der Mannschaftstiefe: „Es ist kein Geheimnis, dass man in Deutschland nicht davon ausgeht, dass Kane seine Karriere in München beendet. Bayern bereitet sich darauf vor, dass er möglicherweise schon früher geht.“
Er betont jedoch, dass Jackson Kane nicht aus der Startelf verdrängen wird: „Es gibt absolut keine Chance, dass Jackson Kane aus der Startelf drängt. Er wird neben ihm spielen und ihn entlasten – langfristig ist er jedoch als Nachfolger eingeplant.“ Kane selbst äußerte kürzlich Bedenken hinsichtlich der Kaderzusammenstellung und bemerkte bereits vor Saisonbeginn, dass der Bayern-Kader zu klein sei: „Es ist wahrscheinlich einer der kleinsten Kader, in denen ich je gespielt habe.“
Obwohl Vincent Kompany zunehmend auf Talente wie Lennart Karl setzt, bleibt das Thema Kaderbreite ein ungelöstes Problem. In England halten sich hartnäckig Gerüchte, dass Kane eines Tages zurückkehren könnte, um den Allzeit-Torrekord von Alan Shearer in der Premier League zu brechen. Mit weniger als 50 Treffern Rückstand auf die historische Marke von 260 Toren wäre ein Comeback durchaus reizvoll.
Die Spekulationen werden durch eine angebliche Ausstiegsklausel im Vertrag des Top-Torjägers angeheizt, die 2026 in Kraft treten soll. Für Bayern bedeutet dies: Eine schnelle Entscheidung ist unvermeidlich. Entweder den Vertrag verlängern oder Kane im Sommer 2026 verkaufen, um noch eine Ablöse zu erzielen. Eines ist klar: Die Zukunft von Kane bleibt eine der größten Herausforderungen an der Säbener Straße. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)