HSV tritt im DFB-Pokal gegen Heidenheim an

HSV tritt im DFB-Pokal gegen Heidenheim an

Am heutigen Dienstagabend tritt der Hamburger SV in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den 1. FC Heidenheim an. Das letzte Pokalspiel im Volksparkstadion liegt bereits einige Zeit zurück.

Das letzte Mal fand es am 19. April 2022 statt und war ein besonderes Ereignis. Der Hamburger SV, damals in der 2. Bundesliga, hatte das Halbfinale erreicht und empfing den SC Freiburg. Trotz einer großartigen Atmosphäre schwand die Hoffnung auf die erste Endspielteilnahme seit dem Triumph im Jahr 1987 schnell. Die Breisgauer, die abgeklärt agierten, führten nach nur 35 Minuten bereits mit 3:0, während Robert Glatzel kurz vor Schluss lediglich für Ergebniskosmetik sorgte.

Seit diesem Spiel trat der HSV ausschließlich auswärts an, auch wenn die erste Runde, die traditionell ein Auswärtsspiel für die Profis bedeutet, stets überstanden wurde. Die Hanseaten reisten zu den Spielorten Bayreuth, Leipzig, Essen, Bielefeld, Berlin, Meppen, Freiburg, Pirmasens und nun Heidenheim. In den letzten drei Spielzeiten gelang es ihnen nur einmal, die zweite Runde zu erreichen.

Damals vergab der HSV eine goldene Gelegenheit auf eine denkwürdige DFB-Pokal-Saison. Nach einem mühevollen Weiterkommen gegen Rot-Weiss Essen (4:3 nach Verlängerung) und Arminia Bielefeld (4:3 nach Elfmeterschießen) schieden die Rothosen gegen Hertha BSC aus. Dabei mussten sie sowohl in der regulären Spielzeit als auch in der Verlängerung ein Last-Minute-Gegentor hinnehmen und verloren dramatisch im Elfmeterschießen.

Im weiteren Verlauf des Wettbewerbs hätten mit dem 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Saarbrücken durchaus lösbare Aufgaben auf dem Weg ins Endspiel gewartet. Der HSV musste jedoch vom Fernseher aus zusehen, wie die Pfälzer die Gelegenheit beim Schopfe packten und in Berlin nach einer beachtlichen Leistung gegen Leverkusen mit 0:1 unterlagen. Aktuell scheint das Finale in weiter Ferne, zunächst gilt es, die Hürde Heidenheim zu meistern.

Wie herausfordernd die Aufgabe sein kann, zeigte bereits das Ligaspiel, das der HSV etwas glücklich mit 2:1 gewann. Trainer Merlin Polzin betont jedoch, dass das jüngste Aufeinandertreffen keine große Rolle spielt: „Im Pokal spielt die Ligazugehörigkeit keine Rolle, ebenso wenig die Tatsache, wie man zuletzt performt hat. Im Pokal ist mir der Gegner daher auch relativ egal. Wir wollen weiterkommen.“

Der Sprung ins Achtelfinale Anfang Dezember könnte mit einer Prämie von über 800.000 Euro belohnt werden. Darüber hinaus wäre die Chance auf das erste DFB-Pokal-Heimspiel seit mehr als dreieinhalb Jahren gegeben. Ein möglicherweise gutes Omen: Der Gegner Heidenheim schied in den vergangenen drei Spielzeiten stets in der zweiten Runde aus.

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