Iran startet gegen Neuseeland in die WM 2026 unter politischen Spannungen
In der Nacht auf Dienstag, dem 16. Juni, tritt der Iran um 3 Uhr in seinem ersten Gruppenspiel gegen Neuseeland bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 an. Das Spiel findet im SoFi Stadium in Los Angeles statt. Kurz vor dem Anpfiff wird jedoch die sportliche Atmosphäre weiterhin von den politischen Spannungen zwischen dem Iran und dem Gastgeber USA überschattet.
Im Vorfeld der Weltmeisterschaft, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird, haben die angespannten Beziehungen zwischen den beiden Nationen bereits für Aufsehen gesorgt. Der Iran und seine Fans sahen sich mit Reisebeschränkungen konfrontiert, und die Anzahl der verfügbaren Tickets wurde reduziert. Zudem musste das iranische Team sein geplantes Trainingslager im US-Bundesstaat Arizona nach Tijuana in Mexiko verlegen.
Diese außergewöhnliche Situation hat auch Auswirkungen auf die Spieler. Kapitän Mehdi Taremi äußerte auf einer Pressekonferenz: „Ich spüre die Spannungen seit dem ersten Moment, seit wir bei dieser WM angekommen sind.“ Dennoch hat die Mannschaft das Ziel, den Menschen Freude zu bereiten. „Wir Iraner sind es gewohnt, aus Schwierigkeiten Chancen zu machen, und wir denken an nichts anderes, als den Menschen Freude zu bereiten“, sagte Trainer Amir Ghalenoei.
Taremi fügte hinzu: „Ich weiß, dass nicht nur wir betroffen waren. Ich bin mir bewusst, dass mehrere Länder Probleme mit Visa hatten und ihre Trainingslager umstellen mussten. Bevor wir angekommen sind, gab es immer dieses Gefühl, diese Vorfreude auf eine Weltmeisterschaft. Ich glaube, dieses Mal hatten die Menschen vielleicht nicht dieselbe Vorfreude.“
Über die politischen Themen, insbesondere den Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie den möglichen Protest der iranischen Nationalmannschaft bei Vorfällen gegen Neuseeland, wurde während der Pressekonferenz geschwiegen. Ein Pressesprecher der FIFA erklärte, dass dieses Thema für Journalisten tabu sei.
Ob der Iran in der Lage ist, die politischen Themen beiseite zu schieben und sich auf die Pflichtaufgabe gegen Neuseeland zu konzentrieren, wird sich zeigen. In der Gruppe G trifft der Iran zudem auf die Favoriten Belgien und Ägypten, die sich zuvor mit 1:1 unentschieden trennten.