Ismael Saibari: Vielseitiger Neuzugang für den FC Bayern München
Der marokkanische Spieler Ismael Saibari erweist sich als äußerst vielseitig und kann dem FC Bayern München auf mehreren Positionen wertvolle Unterstützung bieten. Diese Entwicklung könnte jedoch nicht für alle Bayern-Spieler eine positive Nachricht sein.
München – Seitdem Ismael Saibari im Januar für die PSV Eindhoven ein beeindruckendes Tor gegen den FC Bayern erzielte, hat FCB-Trainer Vincent Kompany ein besonderes Interesse an dem Nordafrikaner gezeigt. Kompany suchte nach dem Spiel sofort den Kontakt zu Saibari und dieser äußerte: „Der Trainer Vincent Kompany hat eine große Rolle bei meiner Entscheidung gespielt – ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“
Saibari trat bei der WM für Marokko als Mittelstürmer auf, doch seine Fähigkeiten gehen weit über diese Position hinaus. Mit seiner Schnelligkeit, technischen Fertigkeiten und der Bereitschaft, defensive Aufgaben zu übernehmen, kann er auf allen offensiven Mittelfeldpositionen eingesetzt werden, was seinem Trainer zahlreiche taktische Optionen eröffnet. Saibari selbst gibt an, keine bevorzugte Position zu haben, möchte jedoch gerne in Strafraumnähe agieren.
Der in Spanien geborene Saibari wuchs in Belgien auf und spielte zuletzt bei Genk, bevor er 2020 zur PSV Eindhoven wechselte. In 92 Einsätzen erzielte er dort 31 Tore. Seit 2024 ist er Teil der marokkanischen Nationalmannschaft und hat in 35 Spielen bereits 12 Treffer erzielt. Zudem traf er in den ersten drei Spielen der WM 2026 in Nordamerika.
Leider verpasste er das Viertelfinale gegen Frankreich aufgrund einer Muskelverletzung, die er sich im Spiel gegen Kanada zugezogen hatte. Diese Verletzung war jedoch nicht schwerwiegend. Laut seinem Trainer Mohamed Ouahbi hätte er möglicherweise im Halbfinale wieder spielen können.
Der FC Bayern investiert rund 55 Millionen Euro für Saibari, der einen langfristigen Vertrag bis 2031 unterschrieben hat. Der Verein zeigt sich begeistert über den vielseitigen Offensivspieler, den der Münchner Sportvorstand Max Eberl als „einen der spannendsten Offensivspieler der WM“ bezeichnete.
Sportdirektor Christoph Freund lobte den 25-Jährigen ebenfalls: „Er ist vielseitig, intensiv und spielt mutig. Er bringt genau den Hunger mit, den wir beim FC Bayern sehen wollen und wird der Mannschaft mit seiner Torgefahr und Mentalität gut tun. Für solche Spieler kommen die Fans ins Stadion.“
Mit zwei Meistertiteln in Folge mit der PSV ist Saibari auch eine Absicherung für den FC Bayern, falls Jamal Musiala nach seiner schweren Verletzung nicht zu seiner alten Form zurückfindet. Musiala wurde nach dem deutschen WM-Aus erneut am linken Knöchel operiert, wobei der FC Bayern die Operation als „kleinen, geplanten Routine-Eingriff“ bezeichnete.
Die Münchner verfügen mit Harry Kane, Luis Diaz und Michael Olise über eine starke Offensivreihe. Sollte Saibari über die Flügel angreifen, könnte Olise auf der Zehn agieren, wo er in Nordamerika einer der prägendsten Spieler dieser WM war. Diese Position wäre eigentlich für Musiala vorgesehen, jedoch nur, wenn er in Bestform ist.