Janina Minge spricht über ihre ungewöhnliche Torwartrolle
Ein DFB-Star macht Scherze über eine unerwartete neue Rolle im Team, mit der sie sich jedoch nicht ganz anfreunden kann.
Herzogenaurach – In der Länderspielpause stehen sich die DFB-Frauen gleich zweimal in einem Duell gegen Österreich gegenüber. Janina Minge, die Defensiv-Allrounderin des VfL Wolfsburg, wird dabei eine Schlüsselrolle spielen. Am vergangenen Wochenende erlebte sie jedoch eine kuriose Situation in ihrem Verein.
Im Spiel gegen Union Berlin, das 3:3 endete, wurde Stina Johannes in der 87. Minute des Feldes verwiesen. Da die Wölfinnen bereits alle Wechselmöglichkeiten ausgeschöpft hatten, musste eine Feldspielerin ins Tor. Janina Minge wurde ausgewählt und hielt den Kasten sauber, während ihre Teamkollegin Judit Pujols in der Nachspielzeit den umjubelten Ausgleich erzielte.
Bei der Pressekonferenz des DFB wurde das ungewöhnliche Torwart-Ereignis angesprochen. Minge hat sich für den Fall der Fälle gut vorbereitet: „Ich habe meine eigenen Torwarthandschuhe bekommen und mittlerweile auch mein eigenes Torwarttrikot.“ Obwohl sie nicht ganz mit der Torwartposition anfreunden möchte, erklärte sie: „Ich stehe jederzeit zur Verfügung, auch im Tor, sollte es nötig sein.“
„Ich habe unzählige Nachrichten erhalten; das war definitiv keine alltägliche Situation. Jetzt kann ich sagen, dass ich wirklich jede Position gespielt habe“, scherzte die 26-Jährige. Ihr Blick richtet sich jedoch nach vorne. Minge freut sich auf die bevorstehenden Duelle gegen die Nachbarinnen aus Österreich: „Die Vorfreude ist extrem groß. Gegen Österreich zu spielen, ist immer etwas Besonderes.“
„Diese Begegnungen verleihen uns immer Derby-Vibes auf Nationalmannschaftsebene. Es werden zwei sehr harte Spiele. Wir kennen viele österreichische Spielerinnen aus der Bundesliga. Für uns ist es eine große Chance, die beiden vergangenen Spiele zu bestätigen und uns in der Tabelle weiter oben festzusetzen. Genau das ist unser Ziel.“ Nach den überzeugenden Siegen gegen Slowenien und Norwegen hat Deutschland beste Aussichten, sich für die WM zu qualifizieren. Jetzt gilt es, nachzulegen.