Jens Castrop für den Rest der Saison gesperrt

Jens Castrop für den Rest der Saison gesperrt

Jens Castrop von Borussia Mönchengladbach wird die verbleibende Bundesliga-Saison von der Tribüne des Borussia-Parks oder von zu Hause aus verfolgen müssen.

Für den 22-jährigen Spieler ist die Saison damit vorzeitig beendet. Am vergangenen Samstagnachmittag wurde Castrop im Abstiegsduell gegen den VfL Wolfsburg mit einer roten Karte des Feldes verwiesen. In der Nachspielzeit verlor er die Nerven und foulte seinen Gegenspieler Sael Kumbedi von hinten. Schiedsrichter Tobias Stieler zögerte nicht, die rote Karte zu zeigen.

Am Dienstagnachmittag gab das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Dauer der Sperre bekannt: Castrop wird „wegen eines rohen Spiels gegen den Gegner“ drei Meisterschaftsspiele aussetzen müssen. Diese Entscheidung beendet seine Bundesliga-Saison vorzeitig, da nur noch drei Spieltage verbleiben.

Für Borussia Mönchengladbach bedeutet die Sperre, dass der Verein im Abstiegskampf auf einen wichtigen Spieler verzichten muss. Obwohl die Fohlen mit einem Vorsprung von sechs Punkten auf den Relegationsplatz derzeit eine relativ sichere Position innehaben, ist der Ausfall von Castrop ein erheblicher Rückschlag. In den verbleibenden Spielen gegen Borussia Dortmund, den FC Augsburg und die TSG Hoffenheim wird Trainer Eugen Polanski alternative Lösungen finden müssen.

Der Verein hatte versucht, die Sperre für Castrop zu reduzieren, jedoch ohne Erfolg. Eine mögliche Alternative könnte der Einsatz von Lukas Ullrich als Linksverteidiger sein, obwohl er in der Vergangenheit nicht immer überzeugen konnte. Eine riskantere Variante wäre es, Joe Scally auf die linke Seite zu versetzen, was jedoch zusätzliche Defensivverantwortung für Angreifer Frank Honroat bedeuten würde.

Für Castrop selbst ist die Sperre besonders schmerzhaft. Sie beendet seine Saison vorzeitig und könnte seine Chancen auf eine Teilnahme an der bevorstehenden Weltmeisterschaft mit der südkoreanischen Nationalmannschaft beeinträchtigen. Castrop, der bisher keinen festen Stammplatz im Nationalteam hat, wird nicht mehr die Möglichkeit haben, sich vor der WM-Nominierung durch Einsätze in der Bundesliga zu empfehlen.

Diese fehlende Spielpraxis könnte seine Position im Kader von Nationaltrainer Hong Myung-bo schwächen. Nach dem Durchlaufen aller Nachwuchs-Nationalmannschaften des DFB gab er im September des letzten Jahres sein Debüt für Südkorea und absolvierte seitdem fünf Einsätze für sein Land.

Castrop fiel in dieser Saison nicht zum ersten Mal auf. Bereits in der Hinrunde wurde er mit Rot vom Platz gestellt, was möglicherweise das Strafmaß beeinflusst hat. Im Oktober musste er ein hartes Einsteigen gegen Luis Diaz vom FC Bayern München mit einer Sperre von zwei Spielen büßen.

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