Jonathan Burkardt: Ein neuer Star bei Eintracht Frankfurt

Jonathan Burkardt: Ein neuer Star bei Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt ist ein Verein, der stark von seinen talentierten Stürmern abhängig ist. Jonathan Burkardt entwickelt sich zunehmend zu einem Publikumsliebling und begeistert die Fans.

Die Hessen sind bekannt als ein „Stürmer-Klub“, der von spektakulären Offensivspielern lebt. Die Geschichte des Vereins zeigt, dass die Fans über die Jahre hinweg mit herausragenden Stürmern verwöhnt wurden, nicht nur in der Ära von Legenden wie Bernd Hölzenbein oder Anthony Yeboah.

In den letzten zwei Jahrzehnten konnten die Anhänger von Eintracht Frankfurt zahlreiche beeindruckende Spieler erleben, darunter den kämpferischen Ioannis Amanatidis, den „Fußballgott“ Alexander Meier, die Büffelherde Sébastien Haller, Luka Jović und Ante Rebic, den Rekordtorschützen André Silva, Europa-League-Held Rafael Borré sowie die Millionenmänner Randal Kolo Muani, Omar Marmoush und Hugo Ekitiké.

Jedes Mal, wenn ein Stürmer den Verein verlässt, gibt es einen Nachfolger. Jonathan Burkardt ist auf dem besten Weg, diese beeindruckende Tradition fortzusetzen. Der 25-Jährige benötigte anfangs etwas Zeit, um sich einzugewöhnen, erzielt jedoch mittlerweile im Schnitt alle 85 Minuten ein Tor. Sein Doppelpack im Spiel gegen den FC St. Pauli (2:0) war entscheidend, und auch in der vorherigen Woche traf er zweimal, was jedoch nicht für einen Sieg gegen den SC Freiburg (2:2) ausreichte.

Im Strafraum fühlt sich Burkardt wohl. Bei seinem ersten Treffer nutzte er einen Torwartfehler aus, während sein zweites Tor ein absolutes Spitzenklasse-Tor war. Er nahm eine Flanke von Farès Chaibi an, stellte sich clever zwischen Ball und Gegner und vollendete geduldig mit dem linken Fuß. Trainer Toppmöller war von diesem Abschluss begeistert.

„Das war ein absolutes Traumtor. Viele Spieler suchen in dieser Situation hektisch den Abschluss. Jonny hat die nötige Geduld bewiesen. Das war eine individuelle Spitzenleistung“, so der Eintracht-Coach. Sportvorstand Markus Krösche kämpfte im Sommer intensiv um diesen Transfer und ist überzeugt von Burkardts Fähigkeiten. Die Fans haben ihn bereits in ihr Herz geschlossen und verabschiedeten ihn mit lautem Applaus in die Kabine.

„Wir wussten bereits, dass er vor dem Tor Qualität hat“, sagte Krösche. „Jonny hat Erfahrung und gehört zu den erfahreneren Spielern, die schon andere Zeiten erlebt haben. Wenn du triffst, kannst du dich als Stürmer vom Druck befreien.“ Burkardt sei ein Führer, der fußballerische Klasse mit einer reifen Persönlichkeit verbinde: „Er war von Anfang an eine Führungspersönlichkeit.“

Burkardt bewirbt sich auch um weitere Chancen in der Nationalmannschaft unter Trainer Julian Nagelsmann. Beim DFB-Team hat es bisher noch nicht geklappt, aber mit jedem Tor für die Eintracht wächst sein Selbstvertrauen. „Ich finde immer besser ins Spiel und das Verständnis mit meinen Mitspielern wird immer besser“, sagte der Angreifer.

Obwohl Burkardt weniger filigran oder spektakulär ist als Marmoush oder Ekitiké, zeigt er vor dem gegnerischen Tor eine beeindruckende Kaltblütigkeit. Vergebene Großchancen sind bei ihm nahezu ausgeschlossen. Kann er seine 18-Tore-Saison aus Mainz übertreffen? Der aktuelle Lauf gibt jedenfalls Anlass zur Hoffnung.

Übrigens: Marmoush benötigte für sechs Ligatreffer 661 Minuten, Ekitiké sogar 1.079 Minuten. Burkardt hingegen hat nach 490 Minuten diese außergewöhnliche Quote erreicht. Der gebürtige Darmstädter war den Frankfurtern 21 Millionen Euro wert und hat sich vollständig in der Mainmetropole etabliert. Mit einem Stürmer dieser Qualität können die hohen Erwartungen tatsächlich erfüllt werden.

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