Joshua Kimmich und Nadiem Amiri: Schlüsselspieler im Comeback der deutschen Nationalmannschaft

Joshua Kimmich und Nadiem Amiri: Schlüsselspieler im Comeback der deutschen Nationalmannschaft

Joshua Kimmich zeigte gegen die Elfenbeinküste lautstark seine Unzufriedenheit mit Nadiem Amiri. Kurz darauf war es jedoch Amiri, der mit einer Flanke den Ausgleich erzielte und entscheidend zum Comeback der deutschen Nationalmannschaft beitrug.

Toronto – Nach dem 2:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste stand vor allem Doppeltorschütze Deniz Undav im Mittelpunkt der Berichterstattung. Der Joker führte das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann mit seinen beiden Treffern ins Sechzehntelfinale der WM 2026. Doch auch eine andere Szene sorgte während des Spiels für Aufsehen: Kapitän Joshua Kimmich schrie seinen Mitspieler Nadiem Amiri an, und nur wenig später hatte der WM-Debütant entscheidenden Anteil an der Wende für Deutschland.

Wenige Tage zuvor hatte Amiri seinen Traum von der ersten Weltmeisterschaft verwirklicht. Nun befand sich der Mainzer mitten in einem der entscheidenden Momente des deutschen Turnierstarts. Deutschland lag gegen die Elfenbeinküste nach einem Treffer von Franck Kessie mit 0:1 zurück und tat sich lange gegen die körperlich starken Ivorer schwer. In der 61. Minute reagierte Nagelsmann mit einem Dreifachwechsel, bei dem unter anderem Amiri und Undav eingewechselt wurden.

Nur wenige Minuten später wurde Amiri bei einem Zweikampf im Mittelfeld getroffen und blieb schmerzverzerrt auf dem Rasen liegen. Deutschland befand sich in einer Druckphase und drängte auf den Ausgleich. In diesem Moment wurde Kimmich laut. Laut einem Bericht der BILD rief der DFB-Kapitän seinem Mitspieler deutlich hörbar zu: „Komm, steh auf.“

Amiri rappelte sich tatsächlich wieder auf. Obwohl er noch unter den Folgen der Verletzung litt, ließ er sich nicht lange aufhalten. Nur drei Minuten nach Kimmichs Aufforderung flankte Amiri aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum, wo Undav am zweiten Pfosten lauerte und per Volley zum 1:1-Ausgleich traf. Auch MagentaTV-Experte Thomas Müller äußerte laut Mats Hummels unmittelbar nach dem Dreifachwechsel ein gutes Gefühl, insbesondere die Einwechslungen von Amiri und Undav hätten seiner Meinung nach perfekt zur Partie gepasst.

Nach dem Spiel erklärte Amiri seine entscheidende Flanke: „Ich habe schon vorher gesehen, dass die Flanken aus dem Halbfeld gefährlich werden können. Ich hatte ein gutes Gefühl. Und als der Ball vom Fuß ging, wusste ich: Der ist drin.“ Deutschland drehte die Partie in einer dramatischen Schlussphase dann komplett. In der Nachspielzeit traf erneut Undav zum 2:1-Sieg und sicherte der DFB-Elf damit vorzeitig das Ticket für die K.-o.-Runde.

Für Amiri war der Abend auch persönlich besonders. Der 29-Jährige erlebt bei diesem Turnier seine erste Weltmeisterschaft. Wie emotional dieser Moment für ihn war, schilderte zuletzt TV-Moderator Tommi Schmitt. Für die ZDF-Dokumentation über die WM-Vorbereitung begleitete er Amiri über Monate hinweg und erlebte dessen Nominierung hautnah. Schmitt berichtete, dass der Mittelfeldspieler damals in Tränen ausgebrochen sei.

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