Jürgen Klopp sorgt für Unmut bei BVB-Fans
Jürgen Klopp, der Meistertrainer von Borussia Dortmund, sorgt derzeit für Unmut unter den Fans des Vereins. Auslöser ist eine umstrittene Aussage in Bezug auf RB Leipzig.
Leipzig – RB Leipzig hat bei vielen Anhängern, vorsichtig formuliert, einen schlechten Ruf. Daher stößt Klopps Engagement bei den Sachsen auf wenig Verständnis. Der 58-jährige Global Head of Soccer eckt nun ausgerechnet bei den Fans seines ehemaligen Vereins Borussia Dortmund an, obwohl seine Erfolge mit der Mannschaft unbestritten sind.
Klopp führte die Schwarz-Gelben auf die Erfolgsspur und holte die Meisterschale gleich zweimal nach Dortmund. Bei seinem Abschied im Jahr 2015 flossen viele Tränen, und eine Ära ging zu Ende. Dass der gebürtige Stuttgarter nur wenige Monate später beim FC Liverpool anheuerte, wurde von den meisten BVB-Fans nachvollzogen, da Anfield nach wie vor als eine der besten Adressen im Fußball gilt.
Nach seinem Abschied von den Reds am Ende der Saison 2023/24 legte Klopp eine kurze Pause ein, bevor er die Position des Global Head of Soccer bei Red Bull übernahm. „Ich sehe meine Rolle in erster Linie als Mentor für die Trainer und das Management der Red-Bull-Klubs“, erklärte Klopp und definierte damit seinen Aufgabenbereich.
Seine Tätigkeit in Leipzig sorgte jedoch für eine heftige Abwehrreaktion unter den Dortmunder Fans. Das Fan-Portal schwatzgelb.de äußerte im Oktober 2024: „Jürgen Klopp hat den Fußball nie geliebt. Er ist einfach nur ein guter Redner und Marketingexperte, der sich gut verkaufen kann. Nun hat er sein wahres Gesicht gezeigt – eines, das man in Dortmund hoffentlich nicht wiedersehen muss.“
Der Ärger hat sich seither nicht gelegt, im Gegenteil: Klopp schürte die Emotionen erneut mit einer Bemerkung in einem Gespräch mit RTL/n-tv/sport.de. Der ehemalige Trainer und jetzige Funktionär sagte: „Ich möchte im Grunde, dass Dortmund immer gewinnt – außer natürlich, wenn sie gegen Leipzig spielen.“ Diese Aussage führte zu zahlreichen kritischen Kommentaren auf Instagram, die von „Seele verkauft“ bis „Traurig, was aus ihm geworden ist“ reichen.
Einige verteidigen Klopp jedoch: „Was soll er denn sagen? Er trägt die Red-Bull-Kappe. Es ist sein Arbeitgeber.“ Dabei wird oft vergessen, dass seine Aussage auch im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Klassiker zwischen dem BVB und dem FC Bayern München steht, der am 18. Oktober um 18:30 Uhr stattfindet. Klopp betonte, dass er das Duell „nicht neutral gucken“ könne und ließ an seiner Präferenz keinen Zweifel: „Ich möchte, dass Dortmund gewinnt.“