Justin Njinmah über seine Rückkehr in die Sturmspitze bei Werder Bremen

Justin Njinmah über seine Rückkehr in die Sturmspitze bei Werder Bremen

Justin Njinmah hat offenbart, wie er Werder Bremens Trainer Daniel Thioune davon überzeugt hat, ihn wieder als Stürmer aufzustellen.

Bremen – Nach dem entscheidenden 1:0-Sieg des SV Werder Bremen in Wolfsburg war die Freude bei Justin Njinmah unübersehbar. Als der Schlusspfiff ertönte, fiel ihm eine spürbare Last von den Schultern. „In der Schlussphase mussten wir nur noch verteidigen. Wenn man die letzten fünf Minuten von der Bank aus sieht, ist das der Horror“, erklärte Njinmah am Mittwoch in einer Medienrunde. „Als der Schlusspfiff kam, war die Erleichterung bei uns allen einfach spürbar.“ Für den gebürtigen Hamburger war der Sieg besonders bedeutend, da er nach fast zwei Monaten wieder ein Tor erzielt hatte. Trotz seines Treffers war Njinmah mit seiner Leistung in Wolfsburg nicht ganz zufrieden. „Ich habe insgesamt kein besonders gutes Spiel gemacht. Ich bin da sehr selbstkritisch und kann das einordnen. Wichtig ist aber, dass ich das Tor gemacht habe.“

Stürmer werden an ihrer Torausbeute und Chancenverwertung gemessen, und Justin Njinmah ist sich dessen bewusst. „Ich hätte sicher auch schon mehr Tore erzielen können, als ich jetzt habe“, betonte er. Die verpassten Gelegenheiten lassen ihn nicht kalt: „Dass ich ein paar Hochkaräter nicht genutzt habe, ist allen klar – und das nagt am meisten an mir.“ Es ist bemerkenswert, dass der Angreifer selten mit Selbstkritik spart und offen über seine Leistungen spricht. „Wenn ich fünf Tore gemacht habe, aber auch schon zehn hätte haben können, wäre es schade, wenn es mich nicht belasten würde. Es ist natürlich mein Anspruch, mehr Chancen zu nutzen“, stellte er klar. Daher arbeitet der pfeilschnelle Angreifer des SV Werder Bremen intensiv an Details wie dem ersten Kontakt und der Entscheidungsfindung im letzten Drittel, um im Abschluss sein „Glück wieder etwas mehr zu erzwingen“.

Dass Njinmah in Wolfsburg wieder als Stürmer auflief, verdankte er auch seiner eigenen Überzeugung. Cheftrainer Daniel Thioune hatte ursprünglich geplant, ihn auf dem Flügel einzusetzen. „Ich habe ihm gesagt, dass er mir vertrauen soll, dass ich im Sturm spielen kann. Nach dem Spiel meinte ich dann zu ihm: ‚Siehste.‘“ Zur Erinnerung: Unter Thioune hatte Njinmah seine ersten beiden Spiele als rechter Teil einer Fünferkette absolviert – eine Position, die er bei Werder Bremen so noch nie gespielt hatte. „Es war zu dem Zeitpunkt der Matchplan, und ich vertraue dem Trainer voll und ganz“, erklärte Njinmah und fügte schmunzelnd hinzu: „Ich denke aber auch, dass er schnell gemerkt hat, dass das nicht unbedingt meine Position ist.“

Das Thema der idealen Position blieb in den letzten Wochen zwischen Spieler und Trainer präsent. Ob Njinmah nun aufgrund seines goldenen Treffers in Wolfsburg auch in den kommenden Spielen weiter als Stürmer eingesetzt wird, ist noch nicht besprochen worden. Dennoch möchte der 25-Jährige aus seinem Treffer Kraft für den Saisonendspurt mit Werder Bremen schöpfen: „Ich hoffe, dass ich daraus jetzt einen kleinen Push ziehen kann.“

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