Karim Adeyemi wegen illegalem Waffenbesitz verurteilt
Der Spieler Karim Adeyemi muss aufgrund illegalen Waffenbesitzes eine hohe Geldstrafe zahlen. Bei ihm wurden verbotene Gegenstände gefunden.
Dortmund – Der Fall von Karim Adeyemi sorgt derzeit für Aufregung in der Fußballwelt. Der 23-jährige Flügelstürmer von Borussia Dortmund wurde mit einem Schlagring und einem Taser aufgegriffen – beides Gegenstände, deren Besitz in Deutschland strafbar ist. Die Staatsanwaltschaft Hagen hat daher einen Strafbefehl gegen den deutschen Nationalspieler erlassen, der eine Geldstrafe von 450.000 Euro vorsieht. Diese Summe basiert auf seinem Nettoeinkommen und entspricht 60 Tagessätzen zu je 7.500 Euro.
Der Besitz eines Schlagrings und eines Tasers kann in Deutschland schwerwiegende rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Nach dem Waffengesetz sind Erwerb, Besitz und das Führen dieser Gegenstände strafbar und können Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren zur Folge haben. Bei der Verwendung eines Schlagrings zur Verletzung einer Person drohen sogar bis zu zehn Jahre Haft. Oberstaatsanwalt Michael Burggräf bestätigte gegenüber der Bild den Strafbefehl, der am 30. Oktober 2025 rechtskräftig wurde.
Borussia Dortmund reagierte auf die Vorwürfe mit der Erklärung, dass der Verein strafrechtliche Vorwürfe stets ernst nehme und diese intern bespreche. Adeyemi selbst hat sich bisher nicht zu den Anschuldigungen geäußert. Sein Anwalt deutete jedoch an, dass die Vorwürfe möglicherweise mit einer über TikTok bestellten „Mystery Box“ in Verbindung stehen könnten, ohne weitere Details zu nennen.
Sportlich verpasst Adeyemi derzeit keine Einsätze. Beim Länderspiel gegen Luxemburg war er aufgrund einer Gelbsperre nicht im Kader, für das kommende Spiel gegen die Slowakei wird er jedoch von Bundestrainer Julian Nagelsmann erwartet. Seine starken Leistungen zu Saisonbeginn mit drei Toren und drei Vorlagen haben das Interesse internationaler Topklubs, darunter auch der FC Barcelona, geweckt. Spekulationen über seine Zukunft bei Borussia Dortmund halten an, insbesondere nachdem Berater Jorge Mendes ins Spiel gebracht wurde.
Adeyemi ist nicht der erste Spieler von Borussia Dortmund, der mit der Justiz in Konflikt gerät. Der Fall erinnert an Marco Reus, der 2014 wegen Fahrens ohne Führerschein eine Geldstrafe von 540.000 Euro erhielt. Auch Reus kam ohne Vorstrafe davon. Die Ermittlungen gegen Adeyemi zogen sich über ein Jahr hin, beginnend während der Heim-EM, als er nicht in das DFB-Aufgebot berufen wurde. In dieser Zeit wurde der illegale Schlagring entdeckt, was zu den aktuellen Vorwürfen führte.