Neue Entwicklungen im Fall Karim Adeyemi von Borussia Dortmund
Borussia Dortmund steht erneut im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit aufgrund von Karim Adeyemi. Neue Informationen deuten darauf hin, dass der Spieler bei einer Waffenbestellung mehr wusste, als bislang zugegeben wurde.
Der Wirbel um Karim Adeyemi reißt nicht ab. Der BVB-Profi wurde wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer Geldstrafe verurteilt und zeigte sich öffentlich reumütig. Doch neue Erkenntnisse werfen Fragen zu seiner Darstellung des Falls auf. In seiner ursprünglichen Erklärung gab Adeyemi an, er habe „aus Leichtsinn“ eine sogenannte Mystery Box bestellt, ohne zu wissen, was sich darin befand.
Laut dem Strafbefehl des Amtsgerichts Wetter war dem 23-Jährigen jedoch bewusst, dass sich in dem Paket verbotene Gegenstände befanden. Die BILD-Zeitung berichtete, dass Adeyemi ein Paket abgeholt habe, „in welchem sich, wie sie wussten, unter anderem ein Schlagringmesser, ein Schlagring und ein Elektroimpulsgerät befanden“, obwohl ihm klar gewesen sei, dass er diese Waffen nicht besitzen durfte.
Unklar bleibt laut Staatsanwaltschaft, ob Adeyemi das Paket persönlich aus der Postfiliale holte oder ob ein Bekannter, der im Strafbefehl als „Zeuge C.“ bezeichnet wird, es für ihn abgeholt hat. Fest steht: Der Offensivspieler akzeptierte den Strafbefehl und legte keinen Einspruch ein – dies gilt juristisch als Geständnis.
Sein Anwalt räumt mittlerweile ein, dass die Mystery Box tatsächlich Waffen enthielt, betont jedoch, dass die genaue Art der Gegenstände nicht bekannt gewesen sei. Gleichzeitig erklärte der Jurist, dass sein Mandant „seine Gesprächspartner beim BVB und DFB hierüber vollständig informiert“ habe. Öffentlich stellte sich Adeyemi jedoch anders dar, was den Verdacht nährt, dass er die Öffentlichkeit möglicherweise bewusst getäuscht hat.
Der Strafbefehl wurde am 30. Oktober 2025 rechtskräftig. Adeyemi musste 450.000 Euro zahlen, bleibt jedoch vor dem Gesetz ohne Eintrag im Führungszeugnis. Sportliche Konsequenzen hat der Vorfall für ihn nicht. Der Verein verpflichtete ihn jedoch zu sozialem Engagement in der Nordstadtliga. Trainer Niko Kovac nimmt seinen Spieler in Schutz: „Ich bin ja nicht sein Vater, ich bin sein Trainer. Wir sollten das gescheit einordnen, das Leben geht weiter.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit bvbwld.de/)