Karl-Heinz Rummenigge warnt vor steigenden Gehältern im Fußball

Karl-Heinz Rummenigge warnt vor steigenden Gehältern im Fußball

Karl-Heinz Rummenigge äußerte sich in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk kritisch zu den rasant steigenden Gehältern und Ablösesummen im Fußball.

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des FC Bayern hat in der internationalen Fußballszene als Spieler, Funktionär und Vereinsboss maßgeblichen Einfluss. Seine jüngsten Aussagen verdeutlichen seine Besorgnis über die aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich.

„Wir müssen eine Lösung finden. Wir können nicht jedes Jahr weiter und schneller nach oben gehen“, betonte der 70-Jährige im Gespräch mit dem BR. Besonders die Dynamik der letzten Jahre sei problematisch: „Die Gehälter und Ablösesummen sind in den letzten Jahren rapide gestiegen. So können wir nicht ernsthaft weitermachen.“

Rummenigge wies auf die ungleichen Wettbewerbsbedingungen in Europa hin. „In England gibt es mittlerweile Milliardäre oder sogar Staaten, die Vereine besitzen, wie Saudi-Arabien, Katar oder Paris Saint-Germain. Und dann muss man in der Champions League gegen sie spielen und mithalten.“

Für Klubs wie den FC Bayern stellt sich die Herausforderung, national Titel zu gewinnen, während sie gleichzeitig international gegen finanziell stärkere Konkurrenz bestehen müssen – ein Balanceakt, der kaum noch realistisch erscheint. „Und gleichzeitig wird von einem erwartet, dass man diesen Wettbewerb gewinnt“, so Rummenigge.

Der frühere Bayern-CEO sieht die Lösung in einer stärkeren Regulierung. Er hat sich immer wieder für Financial Fair Play und alternative Modelle ausgesprochen, um den Wettbewerb gerechter zu gestalten. Ob die UEFA oder die nationalen Ligen jedoch tatsächlich zu strengeren Regeln bereit sind, bleibt fraglich – die Entwicklung auf dem Transfermarkt geht bislang klar in die andere Richtung.

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