Kevin Stöger wartet auf seinen ersten Torbeitrag bei Borussia Mönchengladbach
Obwohl die Mannschaft von Borussia Mönchengladbach in guter Form ist, wartet Offensivspieler Kevin Stöger weiterhin auf seinen ersten Beitrag zu den Torerfolgen.
Mönchengladbach – Bei Borussia Mönchengladbach läuft es derzeit rund: Die Mannschaft hat zuletzt drei Pflichtspiele in Folge gewonnen und scheint aus der Krise herauszukommen. Eine Statistik, die die Bild veröffentlicht hat, zeigt jedoch, dass Stöger, der aus Österreich stammt, statistisch gesehen keinen Beitrag zum Aufschwung leisten konnte.
In bislang acht Einsätzen, darunter fünf von Beginn an, war er trotz seiner auffälligen Leistungen an keinem der 13 erzielten Tore beteiligt und hat sogar nie auf dem Spielfeld gestanden. Diese Bilanz wird in den Medien als „negativer Fluch“ bezeichnet. Wie kann ein Spieler zum Mannschaftserfolg beitragen, wenn er keine direkte Verbindung zu den Toren hat?
Trainer Eugen Polanski lobt Stöger: „Er läuft viel, reagiert clever und hält Bälle fest, die schwierig sind.“ In den vergangenen Wochen hat sich seine Rolle jedoch zunehmend verringert: Beim 4:0-Sieg gegen den FC St. Pauli wurde er erst kurz vor Schluss eingewechselt, und beim Derbysieg gegen den 1. FC Köln blieb er 90 Minuten auf der Bank.
Stöger gilt als technisch versierter Mittelfeldspieler, der durch kluge Pässe und Standards Akzente setzen kann. Doch die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld ist groß: Neben Julian Weigl und Rocco Reitz haben zuletzt vor allem die offensiveren Alternativen überzeugt, was Stögers Einsatzchancen zusätzlich verringert.
Nach der Länderspielpause dürfte der Konkurrenzdruck im Gladbacher Mittelfeld weiter steigen. Mit der Rückkehr von Robin Hack und Tim Kleindienst stehen Trainer Eugen Polanski zusätzliche Optionen zur Verfügung. Für Kevin Stöger bedeutet das, dass seine Chancen auf Einsatzminuten vorerst nicht größer werden.
Am kommenden Wochenende steht das Auswärtsspiel beim SC Freiburg an – möglicherweise Stögers nächste Gelegenheit, seinen Negativlauf zu beenden. Ob er wieder in die Startelf rückt, wird sich zeigen. Klar ist jedoch: Mit seiner Erfahrung und Übersicht könnte der Österreicher im engen Mittelfeldduell ein wertvoller Faktor werden. Ein Erfolgserlebnis wäre nicht nur für ihn persönlich, sondern auch für Gladbachs Offensivspiel ein wichtiges Signal.