Kimmich drückt Dortmund die Daumen – Ein Blick hinter die Rivalität
Ein Star des FC Bayern München zeigt überraschende Sympathien für Borussia Dortmund. Joshua Kimmich, der Mittelfeldspieler der Münchner, äußerte in einem Interview, dass er in der Bundesliga gelegentlich anderen Teams, insbesondere dem BVB, die Daumen drückt.
Im Gespräch mit der Welt am Sonntag erklärte der 30-Jährige: „Ich drücke beispielsweise häufiger mal den Frankfurtern oder den Dortmundern die Daumen, wenn sie spielen.“ Diese Aussage könnte für viele Fans unerwartet sein, da Kimmich als Vize-Kapitän und Sprachrohr des FC Bayern für das „Mia-san-Mia“-Gefühl steht. Seine Unterstützung für Dortmund und Frankfurt scheint jedoch nicht im Widerspruch zur Rivalität zu stehen, sondern ist Teil eines größeren Gedankens.
Kimmich betonte die Bedeutung der Leistungen anderer Bundesliga-Teams für die deutsche Nationalmannschaft: „Es ist für uns als Nationalmannschaft wichtig, dass sie performen, weil da einige Spieler dabei sind, die potenzielle Kandidaten für uns sind.“ Für ihn sei das Wohlergehen der DFB-Elf entscheidend. „Wir Bayern-Spieler sind gerade in einer sehr guten Form, auch die Dortmunder wirken aktuell sehr stabil. Gut performierende Klubs dienen als Grundlage für eine starke Nationalmannschaft.“
Der FC Bayern steht derzeit mit 18 Punkten aus sechs Spielen an der Tabellenspitze der Bundesliga, während Borussia Dortmund mit 14 Punkten folgt und Eintracht Frankfurt mit neun Punkten auf dem siebten Platz liegt.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat für die laufende Länderspielphase mehrere Akteure aus diesen Vereinen nominiert, darunter fünf Spieler von Bayern sowie je drei Profis aus Dortmund und Frankfurt. Kimmich sieht dies als wichtigen Schritt zur Förderung des Konkurrenzkampfes und der Qualität im DFB-Team.
Der Zeitpunkt von Kimmichs Aussagen ist nicht zufällig gewählt: Die Nationalmannschaft hatte zuletzt schwankende Leistungen gezeigt, bevor sie beim 4:0-Sieg gegen Luxemburg wieder überzeugte. Kimmich denkt bereits an die WM 2026, für die eine starke Basis in der Bundesliga entscheidend sei.
Doch trotz seiner Unterstützung für Dortmund wird die Harmonie bald enden, denn am kommenden Wochenende stehen sich Bayern und Dortmund im Topspiel der Bundesliga gegenüber. Dann wird die volle Rivalität zwischen den beiden Vereinen wieder aufleben.